"profil": Viele Bauvorhaben der ÖBB werden sich um Jahre verzögern
- In neuem Rahmenplan über 30 Projekte verschoben
- Teilweise exorbitante Kostensteigerungen zu erwarten
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Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wird sich laut dem bislang unveröffentlichten ÖBB-Rahmenplan 2005 bis 2010, der den Ausbau der österreichischen Schieneninfrastruktur regelt, die Fertigstellung von mehr als 30 Bahnprojekte zum Teil beträchtlich verzögern.
Gegenüber dem Generalverkehrsplan 2001 (GVP) ergeben sich nicht nur zeitliche Verschiebungen, sondern zum Teil auch exorbitante Kostensteigerungen. So ist beispielsweise die Fertigstellung des Bosrucktunnels, die ursprünglich für 2008 anberaumt war, auf das Jahr 2012 verschoben. Das Projekt sollte laut GVP 29,1 Mio. Euro kosten. Im aktuellen Rahmenplan wird es mit 170 Mio. veranschlagt - einer Steigerung von 485 Prozent.
In Wien verschieben sich laut dem "profil" vorliegenden Papier die Fertigstellung mehrere Bauprojekte: Unter anderem die Schnellbahnlinie S80 (von 2008 auf 2013), die Pottendorfer Linie (von 2007 auf 2016) und der Bahnhof Wien Hütteldorf (von 2006 auf 2018). Der Bau des Wiener Zentralbahnhofes wird um zwei Jahr auf 2009 zurück gestellt, der Conatainerterminal Freudenau um drei Jahre auf 2015.
Weiters betroffen sind mehrere Projekte in anderen Bundesländern, unter anderem Teilstrecken der Phyrnbahn und die Verbindung Bruck/Mur - Graz (von 2006 auf 2011).
Das Infrastrukturministerium bestätigte gegenüber "profil", das die vorliegenden Zahlen "im großen und ganzen" korrekt seien, wollte sie aber nicht detailliert kommentieren.
"Mit dem Generalverkehrsplan wurden bloß strategische Ausbaulinien festgehalten", so Arnold Schiefer, zuständiger Sektionschef im Verkehrsministerium: "Mit dem Rahmenplan wollten wir die Sache möglichst seriös bewerten. Dadurch sind wir natürlich auch klüger geworden, was möglich ist und was nicht. " Zudem werde der Rahmenplan wird "jährlich evaluiert und ist nicht in Stein gemeißelt", so Schiefer.
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