Führungswechsel bei Swarovski: Nadja Swarovski-Adams greift nach den Sternen!
- Markus & Nadja Swarovski übernehmen 2-Mrd.-Reich
- NEWS hat alle Details über den neuen jungen Glanz
Führungswechsel im Swarovski-Clan. Nadja Swarovski-Adams greift nach den Sternen: Als erste Frau in der 110-jährigen Unternehmensgeschichte soll sie in die Geschäftsführung des Firmenimperiums im Tiroler Wattens einziehen.
Trotz winterlicher Temperaturen geht es in der beschaulichen Tiroler Gemeinde Wattens derzeit heiß her. Kein Wunder, bahnt sich doch im traditionsreichen Tiroler Familienunternehmen hinter verschlossenen Türen eine kleine Sensation an. Nadja Swarovski-Adams, so pfeifen es die Spatzen von den schneebedeckten Dächern des Dorfidylls, soll als erste Frau in der knapp 110-jährigen Unternehmensgeschichte des Kristallkonzerns in die Geschäftsführung wechseln.
Junges Team
Der Generationswechsel an der Spitze von Swarovski wäre damit - nach der Inthronisierung von Gernot Langes-Swarovskis Sohn Markus im Mai 2002 - endgültig vollzogen. Im Doppelpack mit ihrem 30-jährigen Cousin könnte Nadja Swarovski-Adams dem altehrwürdigen Unternehmen zu noch mehr Schwung verhelfen.
Zumal die Chemie zwischen den beiden zu stimmen scheint. "Nadja macht ihre Aufgabe sehr gut. Sie versteht es exzellent, unsere kristalline Tradition in die Sprache des Zeitgeistes zu übersetzen", zeigt sich Markus Langes-Swarovski im Interview mit NEWS von den Qualitäten seiner Cousine beeindruckt.
Sesselrücken
Laut Insiderkreisen könnten bereits Anfang März die Weichen für den Aufstieg von Nadja Swarovski-Adams gestellt werden. Der Auslöser: Helmut Swarovski (62) - Nadjas Vater und letzter Repräsentant der vierten Swarovski-Generation - zieht sich voraussichtlich aus dem achtköpfigen Konzernvorstand zurück. Und zwar deswegen, weil er bereits auch im Beirat (dem familieneigenen Aufsichtsrat) des Konzerns sitzt. Und eine derartige Doppelfunktion gilt im Swarvoski-Reich neuerdings als unüblich. Die logische Konsequenz: Er überlässt den Platz seiner Tochter und konzentriert sich nur noch auf den Beirat.
Schon jetzt gilt die 34-jährige Nadja Swarvoski-Adams als Aushängeschild des Konzerns. Immerhin verdankt ihr das konservativ geführte Familienimperium sein millionenschweres Standbein in der internationalen Modebranche.
Entsprechend selbstbewusst deponiert die toughe Geschäftsfrau im Brustton der Überzeugung auch immer wieder öffentlich mit Aussagen wie "Ich wäre sehr gern der erste weibliche Swarovski-Chef" oder "Es ist mein Recht, Geschäftsführerin zu werden" ihren Anspruch auf einen Platz in der Beletage.
Diskretes Business
Ein offizielles Bekenntnis zum Aufstieg der Glamour-Lady ist dem Kristallunternehmen freilich noch nicht zu entlocken. "Meines Wissens", wiegelt Markus Langes-Swarovski ab, "steht eine derartige Entscheidung aus heutiger Sicht nicht zur Debatte." Diese nach außen getragene Einschätzung entspricht freilich der Tradition des Unternehmens. Öffentlich und offiziell kundgetan werden wichtige Entscheidungen erst dann, wenn wirklich alle Formalitäten erledigt sind.
Beirat entscheidet
Und bis zum möglichen Einzug von Nadja Swarovski-Adams in die Geschäftsführung muss noch eine wichtige Instanz durchlaufen werden. Denn die Entscheidung obliegt dem Beirat des Konzerns. Dort sitzen die Spitzenrepräsentanten der drei mächtigsten Eigentümerfamilien, unter anderem Gernot Langes-Swarovski. Anfang März tritt das Gremium erneut zusammen. Ein Punkt der Tagesordnung: das berufliche Fortkommen von Nadja.
Mit dem Ausscheiden des Geschäftsführers Helmut Swarovski würde freilich auch die Position des Vorstandsvorsitzenden vakant. Verständlicherweise würde Clanboss und Hauptaktionär Gernot Langes-Swarovski am liebsten seinen Sohn Markus in dieser Position sehen. Aber auch andere Familienmitglieder sollen dem Vernehmen nach das Amt für ihren Nachwuchs reklamieren. Die nächsten Wochen sollten also nicht nur für Nadja und Markus, sondern für den gesamten Swarovski-Clan spannend werden. Dass die beiden über kurz oder lang das Sagen im operativen Geschäft haben werden, gilt konzernintern aber als offenes Geheimnis.
Schweigen ist Gold
Derweil brütet Nadja Swarovski-Adams in sicherer Distanz in ihrem New Yorker Office über neuen Kollektionen. Und schweigt. Kein Wunder, weiß sie doch ganz genau, dass familieninterne Machtspielchen nur in den seltensten Fällen zugunsten derer ausgehen, die sie anzetteln. Jüngstes Beispiel: der Konflikt um den Konzernbereich Swarovski-Optik, der zwei prominente Clanmitglieder den Sitz im Beirat beziehungsweise in der Geschäftsführung gekostet hat.
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