Dienstag, 8. Februar 2005

1. Auswirkungen der Reform 2003: Nur ein Drittel der Neu-Pensionen 2004 ungekürzt

  • Ein Fünftel der neuen Renten um 5 bis 10 % gekürzt
  • 10.000 Pensionisten bekommen Ausgleichszahlungen

Die Pensionsreform 2003 hat schon im ersten Jahr deutliche Auswirkungen gezeigt: Mehr als ein Fünftel der 2004 neu zuerkannten Eigenpensionen wurden durch die Reformmaßnahmen um fünf bis zehn Prozent gekürzt. Immerhin 45,8 Prozent der Neo-Pensionisten mussten Verluste unter fünf Prozent hinnehmen, so die Pensionsversicherungsanstalt. Demnach blieb nur ein Drittel der neuen Pensionen ungekürzt.

Damit ist auch die Zahl derjenigen, die mit ihrer März-Pension eine Rückzahlung erhalten werden, deutlich größer als angenommen: Insgesamt 10.440 Pensionisten haben laut PVA Verluste zwischen fünf und zehn Prozent erlitten und werden daher Ende März eine Ausgleichszahlung bekommen. Anfang Jänner war die PVA noch von bis zu 8.000 Betroffenen ausgegangen. Wie viel die Rückzahlungsaktion kosten wird, ist derzeit noch nicht im Detail bekannt.

Zur Erklärung: Im Rahmen der Pensionsreform 2003 wurde beschlossen, dass künftige Pensionisten durch die Reformmaßnahmen nicht mehr verlieren sollen als zehn Prozent der Pension, die ihnen nach altem Pensionsrecht zugestanden wäre. Verluste wurden also mit zehn Prozent "gedeckelt". Im Rahmen der Harmonisierung wurde dieser "Deckel" für 2004 auf fünf Prozent reduziert. Ab heuer steigt der Deckel langsam an (um einen viertel Prozentpunkt pro Jahr), bis er 2024 wieder zehn Prozent erreicht. Wer schon 2004 mehr als fünf Prozent verloren hat, dem wird diese Differenz also zurück erstattet. (apa)

8.2.2005 14:56