Mehr als jeder fünfte Österreicher arbeitet
Teilzeit: Sehr hoher Anteil bei den Frauen
- Fast jede zweite Frau aber nur jeder 20. Mann in Teilzeit
- Arbeitslosenquote im 4. Quartal betrug 4,9 Prozent
Mehr als jeder fünfte Erwerbstätige in Österreich oder genau 21 Prozent der Beschäftigten arbeiten Teilzeit, also weniger als 36 Stunden pro Woche. Dabei ist Teilzeit in erster Linie Frauensache. Während nur 5,9 Prozent der erwerbstätigen Männer einer Teilzeitarbeit nachgehen, haben 40,1 Prozent der berufstätigen Frauen einen Teilzeitjob. Dies geht aus der aktuellen Europäischen Arbeitskräfteerhebung zum Themenbereich Erwerbstätigkeit, Arbeitssuche, Lebensunterhalt und Bildung hervor, die in Österreich im Rahmen des Mikrozensus der Statistik Austria erfolgt.
Die Arbeitslosenquote nach EU-Berechnung ist im vierten Quartal 2004 vor allem auf Grund der Dezemberarbeitslosigkeit in der Baubranche nach vorläufigen Berechnungen auf 4,9 Prozent gestiegen. Mit 4,7 Prozent im dritten Quartal erreichte die Quote den niedrigsten Wert des Vorjahres nach 4,8 Prozent und 5,3 Prozent im 2. bzw. im 1 Quartal.
Im Jahresvergleich (Mikrozensus 2003) erhöhte sich die Arbeitslosenquote um 0,8 Prozentpunkte. Der Zeitvergleich sei allerdings durch die weitgehende Neugestaltung der Mikrozensus-Erhebung mit Beginn 2004 beeinträchtigt, so die Statistik Austria.
Mehr arbeitslose Frauen als Männer
Mit Ausnahme des 1. Quartals lag die Arbeitslosenquote der Frauen deutlich über jener der Männer. Am größten war die Differenz mit 1,5 Prozentpunkten im 3. Quartal mit 5,6 Prozent bei Frauen und 4,1 Prozent bei Männern.
Ausländer sind besonders dem Risiko der Arbeitslosigkeit ausgesetzt. Die Arbeitslosenquote von Ausländern war im 3. Quartal 2004 mit 10,8 Prozent mehr als zweieinhalb Mal so hoch wie die der Inländer mit 4,1 Prozent und ist nach vorläufigen Ergebnissen im 4. Quartal auf 11,4 Prozent angestiegen. Geringe Bildung wirkt sich ebenfalls negativ auf die Chancen am Arbeitsmarkt aus. Im 3. Quartal 2004 waren 9,3 Prozent aller Personen, die nur einen Pflichtschulabschluss haben, ohne Job. Deutlich über dem Durchschnitt war auch die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen zwischen 15 bis 24 Jahren. Hier betrug die Quote im 3. Quartal 9,5 Prozent nach 11,0 Prozent im 1. Quartal und 8,6 Prozent im 2. Quartal.
Regional war die Arbeitslosigkeit im 3. Quartal wie im gesamten Jahresverlauf mit 7,8 Prozent deutlich höher als in den übrigen Bundesländern. (apa)
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