Montag, 7. Februar 2005

Nicht von Kursverlusten am Wochenende erholt: Euro auf Drei-Monats-Tief

  • Europäische Gemeinschaftswährung war 1,2839 $ wert
  • Greenspan Äußerungen brachten Euro unter Druck

Der Euro hat sich am Montag nicht von seinen zum Wochenende erlittenen Kursverlusten erholt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete in der Früh 1,2839 Dollar und damit so wenig wie zuletzt am 5. November 2004. Ein Dollar war 0,7785 Euro wert.

Am Freitagabend hatte der Euro um 22 Uhr in New York mit 1,2887 Dollar notiert. Davor hatte die EZB den Referenzkurs am Freitag noch auf 1,2958 (Donnerstag: 1,3001) Dollar festgesetzt.

Optimistische Aussagen von Aussagen von US-Notenbankpräsident Alan Greenspan zum amerikanischen Leistungsbilanzdefizit hatten Händlern zufolge den Euro bereits am Freitag unter Druck gebracht. Greenspan hatte die Erwartung geäußert, dass sich das Defizit der USA im Außenhandel stabilisiere und langfristig zurückgeführt werden könne. "Die Aussagen von Greenspan haben die Befürchtungen über die Defizite in den USA etwas gemildert", sagte Devisenhändler Satoru Ogasawara von Credit Suisse First Boston.

Das Treffen der führenden sieben Industrienationen (G-7) am Wochenende bot unterdessen in Währungsfragen keine Überraschungen. Die bisherigen Aussagen zu den Wechselkursen änderten sich in London nicht. Nach der Erklärung sind ausufernde Schwankungen bei den Wechselkursen "nicht wünschenswert für das wirtschaftliche Wachstum". Außerdem werden Länder oder Regionen, in denen der Kurs fest an eine andere Währung gekoppelt ist, wie etwa China, zu mehr Flexibilität ihrer Währungen aufgefordert.(apa/red)

7.2.2005 11:55