"Schärfste Vorgaben": Auch Stronach für Wettverbot von Profis und Funktionären
- Bundesliga-Präsident stellt sich vor die Schiedsrichter
- PLUS: Alles zum Wettbetrug rund um Referee Hoyzer
·Ein Wettverbot für Aktive wird gefordert
Die heimische Spieler-Vereinigung wagt Vorstoß
·Österreich immer tiefer im Wettskandal
Auffallend hohe Wetten bei Spielen der Red Zac-Liga
·Die Chronologie des "Schiri"-Skandal
Fall Hoyzer: Von Einzel- Affäre zum Wettskandal
·Wettskandal: Keine Hinweise erkennbar
Gerüchte für Österreich derzeit nicht zu verifizieren
·Wettskandal: ÖFB-Team ist empört
Teamchef Hans Krankl meint: "Das ist traurig"
·Bregenz-Goalie in Skandal verwickelt?
Schiedsrichter Hoyzer beschuldigt konkret Spieler
·Dt. Wettskandal betrifft Österreich!
"profil": Auch heimische Buchmacher abgezockt
·"67.000 und ein Plasmafernseher"
Skandal-Schiri erhielt hohe
Prämie für Manipulationen
·Schiri-Wettskandal: 4 Spiele manipuliert
SC Freiburg legt Einspruch
gegen Niederlage ein
Zu Vermutungen und Verdächtigungen, die nach dem in Deutschland aufgedeckten Skandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer und "geschobene" Fußball-Spiele auch Österreich erreichten, hat sich nun auch Frank Stronach zu Wort gemeldet. "In meiner Funktion als Bundesliga-Präsident werde ich die schärfsten Vorgaben festlegen, um Wettmanipulationen ausschließen zu können", ließ der Magna-Gründer und Chef des rot-weiß-roten Profi-Fußballs am Freitag in einer Presseaussendung wissen.
Um die allerhöchste Integrität im Österreichischen Fußball zu gewährleisten, werde er beantragen, dass Spieler wie auch Funktionäre, die gegen ihre eigene Mannschaft oder auch auf andere heimische Bundesliga-Vereine Wetten abschließen, lebenslang gesperrt werden. "Spieler und Funktionäre dürfen nur auf ihre eigene Mannschaft sowie auf Vereine, die nicht unserer Bundesliga angehören, auf Sieg wetten", meint Stronach. Ein Wettverbot hatte am Donnerstag auch die Vereinigung der Fußballer (VdF) gefordert.
Im Zusammenhang mit den aktuellen Diskussionen stellte sich der Austria-Mäzen vor die heimischen Unparteiischen. Auf sie, die ausgezeichnete Schiri-Ausbildung und das Beobachtungssystem der Referees sei er sehr stolz. Stronach kündigte nicht nur Maßnahmen an und verteilte Lob, sondern will mit seiner Stellungnahme auch "einige Fakten klarstellen, da immer wieder - in völliger Unkenntnis meiner Person bzw. meines Engagements im Fußball - viele unrichtige Dinge geschrieben" würden.
"Erstens möchte ich hiermit absolut kategorisch festhalten, dass ich noch niemals eine Fußball-Wette oder eine Wette auf einen anderen Sport - außer im Pferdesport - platziert habe", versicherte der Austro-Kanadier. Und zweitens betreibe Magna Entertainment keine Buchmacher-Wetten, sondern die "transparenteste, fairste und offenste Form - nämlich das Wetten auf Pferde durch ein Computer-System (Totalisator-Wette)". Außerdem unterstünden alle Wettunternehmungen ausnahmslos den österreichischen sowie den allerstrengsten US-Gesetzen.
Festgehalten wissen möchte der Milliardär, dass das "Engagement seitens Magna wie auch von mir persönlich im österreichischen Fußball auf sozial-ökonomischen Motiven unsererseits basiert". Das Engagement rund um FK Austria Magna habe das Ziel, den Anschluss an den europäischen Spitzenfußball nicht zu verlieren. Mit der "Stronach"-Akademie fördere Magna den Breitensport, bilde zusätzlich heimische Fußballer aus und sorge für die persönliche Entwicklung sowie die berufliche Ausbildung.
(apa/red)
