Sonntag, 13. Februar 2005

Herren überzeugten, Damen enttäuschten:
ÖSV zog nach Ski-WM eine positive Bilanz

  • Stärkste Leistung eine Herren-Teams seit 1958
  • Damen-Coach rätselte: Akutes 'Wettkampf-Versagen'

ÖSV-Präsident Schröcksnadel und Herren-Cheftrainer Giger haben nach der WM in Bormio eine positive Bilanz gezogen. Sechs bis acht Medaillen waren im Februar 2005 erwartet worden, elf sind es mit Team-Silber am Ende geworden. "Wir sind sehr zufrieden", so Schröcksnadel, der vor allem die Herren lobte. Diese waren mit acht Mal Edelmetall die stärkste ÖSV-Mannschaft bei einer WM seit 1958.

"Mit nur ein wenig Glück mehr, wäre sie die beste WM in der Geschichte überhaupt gewesen", betonte Schröcksnadel. Das Glück hatte bei der 29. Alpin-WM vor allem den Damen gefehlt. Zwei Bronzemedaillen waren die magere Ausbeute, doch für Schröcksnadel war die Trainerfrage ebenso "absolut kein Thema" wie Kritik an den Mädchen.

Drei Mal Gold, drei Mal Silber und zwei Mal Bronze machten auch Herren Cheftrainer Giger froh: "Ich bin stolz auf das gesamte Team - auf Läufer und Trainer", so Herrenchef Toni Giger. Vor allem die zweite WM-Woche, in der Doppelsiege in Slalom und Riesentorlauf gelangen, war sensationell. Giger führt dies auf die rot-weiß-rote Nervenstärke zurück.

Damenchef Mandl hatte auch unmittelbar nach der WM keine durchgängige Erklärung für das in einigen Fällen "akute Wettkampf- Versagen" seiner Damen, die sich mit zwei Mal Bronze durch Renate Götschl (Abfahrt) und Schild (Kombi) zufrieden geben mussten: "Wir können uns damit aber nicht einfach abfinden. Das Problem ist auf breiter Basis aufgetreten, bei den Routiniers wie bei den Jüngeren. Auch wenn Ausfälle in den technischen Bewerben natürlich immer drin sind".

(apa)

13.2.2005 11:35