Dienstag, 15. Februar 2005

Schlechte Bilanz des Damen-Teams: Mandl
von Ausgang der WM "generell enttäuscht"

  • "Unglücklich begonnen, Abschluss ähnlich typisch"
  • Zwei Bronze-Medaillen sind eine magere Ausbeute

Die fünf WM-Einzelentscheidungen bei den Damen sind vorbei, von 15 möglichen Medaillen haben Österreichs Damen in Santa Caterina nur zwei in Bronze (Renate Götschl in der Abfahrt, Marlies Schild in der Kombination) gewonnen. Eine magere Bilanz, die auch ÖSV-Damenchef Herbert Mandl nicht beschönigen wollte. "Wir sind sicher enttäuscht. Und zwar über den Ausgang der ganzen WM generell", sagte Mandl nach dem Slalom.

Für Mandl liegen die Ursachen relativ klar auf der Hand. "Es hat unglücklich begonnen und das hat sich dann fortgesetzt. Der Abschluss im Slalom war ähnlich typisch. Unsere besten Athletinnen, die Favoritinnen also, haben in keiner Disziplin etwas ins Ziel gebracht und dann ist es natürlich sehr schwer, Medaillen zu machen."

Nicht nur die Routiniers im Speedbereich haben aber bei der WM in Santa Caterina ausgelassen. Auch die jungen Technik-Girls Marlies Schild, Nicole Hosp und Elisabeth Görgl wurden einmal mehr Opfer ihrer ungezügelten Angriffslust. Deshalb ist Mandl klar: "Die Ausfalls-Serie im technischen Bereich muss man analysieren, das zieht sich schon durch die ganze Saison. Die Mädels fahren sehr schnell, das alleine ist aber nicht genug, wir müssen da auch im Training was überlegen damit sie sicherer agieren und ihr Tempo auch ins Ziel bringen." Man müsse aber vorsichtig vorgehen, "denn man soll eine Läuferin nicht langsam machen, damit sie sicherer fährt."

Sich von den derzeitigen Dominatorinnen Janica Kostelic, Anja Pärson oder Tanja Poutiainen etwas abzuschauen, sei nur bedingt möglich. "Auch die haben Jahre gebraucht, bis sie gewonnen haben. Wir haben eine junge Mannschaft, da fehlt noch die Routine und die Erfahrung. Die meisten sind ja erst ihr zweites Jahr im Weltcup. Zettel überhaupt erst im ersten", verwies Mandl. "Wichtig ist, dass wir jetzt konsequent weiterarbeiten, dann wird sich der Erfolg auch einstellen. Ich glaube, dass wir zuversichtlich in die Zukunft blicken können."

(apa/red)

15.2.2005 13:05