Silber im Riesenslalom: Benjamin Raich hamstert in Bormio weiter seine Medaillen
- Bereits drei Mal Edelmetall für den Pitztaler "Blitz"
- Der "Kombi"-Weltmeister geht unbeirrbar seinen Weg
·Maier krönt sich in Bormio zu RTL-König
"Herminator" holt Gold, Raich Silber, Rahlves 3.
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Benjamin Raich - der ÖSV-Medaillenhamster. Der Tiroler hat am Donnerstag bereits seine dritte Medaille bei den Weltmeisterschaften in Bormio abgeräumt, nach Bronze im Super G und Gold in der Kombination folgte nun Silber im Riesentorlauf. Drei Medaillen bei einer WM für den ÖSV hatte zuletzt 1999 in Vail Renate Götschl geschafft, die Steirerin holte vor sechs Jahren in den USA Gold in der Abfahrt, Silber im Super G und Silber in der Kombination.
Für Raich sind die Titelkämpfe aber noch lange nicht vorbei - am Samstag folgt in Bormio noch der Slalom und am Sonntag der die WM abschließende Teamwettbewerb. Somit hat der Pitztaler die Chance auf insgesamt fünf Mal Edelmetall. Und das, nachdem Raich bei der vergangenen WM 2003 in St. Moritz gänzlich leer ausgegangen war. "Mittlerweile bin ich zwei Jahre älter, reifer und ruhiger", so Raich, der aber stets betont, dass er nie - wie von den Medien oft behauptet - ein "Nerverl" war.
An historische Erfolge, Serien und Triumphe versucht Raich im Vorfeld von Ereignissen niemals zu denken. "Ich denke step by step, ein Rennen nach dem anderen. Ich versuche einfach immer mein Bestes zu geben", lautet sein einfach klingendes Motto - der Erfolg gibt ihm Recht. Auch im Gesamtweltcup, in dem er mit einer Serie von Spitzenplätzen den Rückstand auf Leader Bode Miller auf mittlerweile 95 Punkte reduziert hat. "Ich denke nicht an Bode, das ist nicht gut für mich."
"Benni" braucht viele Rennen
Gerüchte und Medienberichte lassen Raich immer kalt. Auch die, wonach er auf Grund seines Monsterprogrammes als ÖSV-Parade-Allrounder eigentlich längst müde sein müsste. "Ich bin topfit, ich brauche diesen Rennrhythmus, der taugt mir", versichert Raich, der in der "WC 4"-Trainingsgruppe von Andi Evers auch zum Abfahrer und Super-G-Läufer geformt worden ist.
Die Statistik gibt Raich auch hierbei Recht. Trotz der Dauerbelastung besticht er durch Konstanz, sein bis dato letzter Ausfall im Weltcup datiert vom 29. Februar 2004, damals scheiterte er im zweiten Slalom-Durchgang von Kranjska Gora. "Es schaut so aus, als hätte ich das berühmte Spiel mit dem Limit ganz gut im Griff. Warum, kann ich aber auch nicht wirklich erklären. Nur, wenn man Selbstvertrauen hat, kann man auch ans Limit gehen."
Skifahrer ist Raichs "absoluter Traumberuf"
Den Beruf Skifahrer bezeichnet Raich, der nach wie vor zu Hause bei seiner Familie im Pitztal wohnt, als "absoluten Traumberuf". "Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen." Der Tipp an alle, die ihm nacheifern wollen: "Ich habe nie das Gefühl gehabt, dass ich etwas versäume. Man braucht nicht glauben, dass man mit 15 oder 16 in der Disco etwas versäumt. Das stimmt nicht, es kommt alles zurück im Leben. Ich habe dank des Skifahrens schon so viel mitgemacht und erlebt."
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