US-Herren auch in zweiter WM-Woche sehr "heiß" - Miller ist der RTL-Topfavorit
- US-Coach McNichol: Einen Stein auf anderen gesetzt
- Kommt Angriff der Italiener mit Simoncelli und Blardone?
·Maier krönt sich in Bormio zu RTL-König
"Herminator" holt Gold, Raich Silber, Rahlves 3.
·WM: Wer gewinnt den RTL bei den Herren?
ABSTIMMEN: ÖSV-Stars gegen den Rest der Welt
Die Liste der Favoriten für den WM-Riesentorlauf der Herren am Mittwoch in Bormio ist lang. Angeführt wird sie einmal mehr von Bode Miller, der aktuelle Leader im Riesentorlauf-Weltcup greift bereits nach seiner dritten Goldenen in Bormio. "Es gibt aber mindestens zehn Favoriten", weiß Miller, der gemeinsam mit seinen Kollegen Daron Rahlves, Erik Schlopy und Co. auch in der zweiten WM-Woche (RTL, Slalom, Teambewerb) zu den heißesten Medaillenkandidaten zählt und die Nummer-eins-Position in der Medaillenwertung verteidigen möchte.
Um die USA noch abzufangen, braucht der ÖSV so schnell wie möglich Gold. Das wird aber auch am Mittwoch ein schwieriges Unterfangen, denn neben Miller, Benjamin Raich und Hermann Maier zählen auch die Lokalmatadore Davide Simoncelli und Massimiliano Blardone sowie Kalle Palander (FIN), Thomas Grandi (CAN) oder Lasse Kjus (NOR) zum Kreis der Topfavoriten. Die viel zitierte "Dichte" an der RTL-Spitze lässt kaum Prognosen zu.
Der bisherige Auftritt des US-Teams in Bormio ist nicht wirklich überraschend, aber doch erstaunlich. "Das Eis ist gebrochen" wurde laut US-Herren-Headcoach Phil McNichol mit Super-G-Gold durch Daron Rahlves in St. Anton 2001. "Wir haben die Ärmel aufgestrickt und sechs, sieben Jahre lang hart gearbeitet. Wir haben uns Schritt für Schritt entwickelt, haben einen Stein auf den anderen gesetzt", erklärte McNichol, dass es kein Wunder, sondern Produkt harter Arbeit ist.
"Was wir jetzt erleben, ist eine Gruppe von Athleten, die schon immer an sich geglaubt hat, aber jetzt auch das Zeug hat, um es auszuführen und zu beweisen", so McNichol. "Wir haben die Leute davon überzeugt, dass sie es drauf haben." Die Folgen sind erfreulich: "Früher hatten wir ab und zu Lichtblicke, jetzt bekommen wir regelmäßig Blumen, Medaillen und Pokale." Das sieht auch Rahlves so: "Das ganze Team hat Selbstvertrauen. Wir wissen, dass wir stark sind und gewinnen können." (apa)
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