Samstag, 12. Februar 2005

Erster Team-Erfolg seit 2003: Österreichs Adler gewinnen Mannschafts-Springen!

  • Bewerb in Pragelato nach 1. Durchgang abgebrochen
  • Gelungene WM-Generalprobe für das ÖSV-Team

Österreichs nordische Sportler haben am Samstag, vier Tage vor Beginn der Nordischen Weltmeisterschaften in Oberstdorf, nicht nur eine ausgezeichnete WM-Generalprobe abgelegt, sondern auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele in knapp einem Jahr an den Olympiaschauplätzen in Pragelato Selbstvertrauen gesammelt. Nach dem Sieg von Felix Gottwald im Kombinationssprint und Rang drei durch Christian Hoffmann im 15-km-Langlaufbewerb (Skating) sorgten die ÖSV-Skispringer im Mannschaftsbewerb für den ersten Sieg seit knapp zwei Jahren.

Die ÖSV-"Adler" in der Besetzung Andreas Widhölzl, Wolfgang Loitzl, Thomas Morgenstern und Martin Höllwarth holten den Sieg mit 428,7 Punkten überlegen vor Slowenien, das bereits 51,4 Zähler Rückstand aufwies, und Deutschland (+72,9). Die ohne Janne Ahonen angetretenen Finnen landeten nur auf dem fünften Rang. Der Bewerb musste wegen Fön-Bedingungen, einer immer langsamer werdenden Anlaufspur und stärker werdendem Wind nach dem ersten Durchgang abgebrochen werden.

Das änderte aber nichts an der Freude im Team über den ersten Mannschaftssieg der Österreicher im Weltcup seit Oslo 2003, also nach knapp zwei Jahren. "Die Erfolge im Langlauf und in der Kombi haben uns Auftrieb gegeben", meinte ÖSV-Cheftrainer Alex Pointner. "Wir sind als Favoriten gestartet. Die Burschen haben eine tolle Leistung geboten, es waren heute sehr schwierige Bedingungen."

Der überfällige Teamsieg - in Willingen hatte es wegen einer Windlotterie nur zu Rang drei gereicht - gibt dem ÖSV-Team einen zusätzlichen Motivationsschub für die Titelkämpfe im Allgäu. Besonders gefreut hat Pointner der weitere Aufwärtstrend bei Wolfgang Loitzl, der sich am Wochenende in Pragelato wohl endgültig den vierten Startplatz gesichert hat. "Er war mein Wunschkandidat und er war heuer schon Top-Ten-Springer. Jetzt geht es bei ihm wieder aufwärts, das zeigt, dass wir in den vergangenen eineinhalb Monaten die richtigen Akzente gesetzt haben."

Zwar wollte sich Pointner vor den Gesprächen mit dem Nordischen Direktor, Toni Innauer, sowie Präsident Peter Schröcksnadel nicht festlegen, aber es könne schon gut sein, dass dieses Quartett auch bei der WM in den Teambewerben zum Einsatz kommt. Ein Indiz auf den fünften Mann gab es am Samstag auch, denn als Ersatzmann blieb nur Florian Liegl in Pragelato, der Rest des Teams war bereits abgereist. Das offizielle WM-Team wird allerdings erst nach den Sitzungen am Sonntag am Montag bekannt gegeben.

(apa/red)

12.2.2005 18:31