Nordische Kombination: ÖSV-Staffel wird nach falscher Skiwahl nur Weltcup-Vierte
- Weltcup-Leader Manninen führte Finnland zum Sieg
- Michael Gruber egalisierte Schanzenrekord von Malysz
Falsche Skiwahl hat am Freitag im Teambewerb zum Weltcup der Nordischen Kombination in Pragelato einen möglichen ÖSV-Erfolg verhindert. Mario Stecher, Felix Gottwald und Christoph Bieler mussten sich nach bester Sprungleistung der Einser-Teams mit dem vierten Rang (+1:15,6) begnügen, weil ihr Ski-Material für den weicher gewordenen Schnee ungeeignet war. Den Sieg sicherte sich Finnland mit Antti Kuisma, Jouni Kaitainen und Weltcup-Spitzenreiter Hannu Manninen, der sich im Zielsprint klar gegen den Deutschen Björn Kircheisen (+7,4) durchsetzte. Die Schweiz (+14,9) holte überraschend Rang drei.
Trainer Günther Chromecek ärgerte sich über den Fehlgriff im Laufen, doch das Springen gab trotz der stark unterschiedlichen Windbedingungen Anlass zur Freude. "Die Sprungform ist geschlossen gut", meinte der Coach. Weil aber nur ein Durchgang gewertet wurde, verpassten die Österreicher auch die Chance, mit einem größeren Vorsprung in die Loipe zu gehen. So reichten 45 Sekunden Guthaben auf Finnland und 1:05 auf Deutschland nicht aus.
Österreich zwei hatte nach dem Springen geführt, wobei Michael Gruber mit der Egalisierung des Schanzenrekordes von Adam Malysz mit 140,5 m seine wiedergewonnene Sprungform unter Beweis stellte. Am Ende landete das Zweier-Team auf Platz elf.
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