Dienstag, 8. Februar 2005

Mega-Enttäuschung für ÖEHV-Cracks: Österreich scheitert in der Olympia-Quali!

  • Entscheidendes Gruppenspiel gegen Ukraine verloren
  • Kasachstan holt Olympia-Ticket im Duell vs Frankreich!

Drei Mal war die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft zuletzt bei Olympischen Spielen dabei, 2006 wird die ÖEHV-Auswahl aber fehlen. Die Österreicher verpassten am Sonntag beim Qualifikationsturnier in Klagenfurt durch eine 3:4-Niederlage gegen die Ukraine den Gruppensieg, der das Ticket für Turin bedeutet hätte. Der überraschende Aufsteiger in der Gruppe C heißt nun Kasachstan, das Frankreich am Abend mit 1:0 besiegte. Doppelt ärgerlich für Österreich: In Anbetracht dieses Resultats hätte gegen die Ukraine ein Remis zum Aufstieg gereicht. So verpasste das ÖEHV-Team die Olympia-Quali letztlich nur um ein einziges Tor.

Doch einmal mehr erwies sich, dass Pflichtsiege (oder Pflichtergebnisse) oft die schwierigsten sind. Die nach dem Spiel bitter enttäuschten Österreicher konnten zwei Drittel lang nicht ganz an die starken Leistungen gegen Kasachstan (4:0) und Frankreich (1:1) anschließen. Die Ukrainer, obwohl bereits ausgeschieden, fighteten und steckten keineswegs vorzeitig auf. Und im Powerplay schlugen die Osteuropäer drei Mal zu.

Als Daniel Welser in der 13. Minute auf der Strafbank saß, erzielte Kasjantschuk den Führungstreffer. Drei Minuten später schlug die ÖEHV-Auswahl, die neuerlich ohne den verletzten Gerald Ressmann angetreten war, durch Martin Ulrich zurück. Der Rekord-Teamspieler traf ebenfalls in Überzahl (16.). Lange währte die Freude aber nicht, denn auch das zweite Powerplay nützten die Gäste. Der völlig frei stehende Bobrownikow traf ins leere Tor zum 2:1 (18.).

Noch einmal schafften die Österreicher den Ausgleich. Thomas Koch zog in Überzahl auf und davon und umspielte beim 2:2 auch noch Torhüter Fedorow. Doch danach war bis zur zweiten Pause Schadensbegrenzung angesagt, weil die Österreicher ab der 32. Minute praktisch nur noch in Unterzahl, davon 2:22 Minuten sogar mit zwei Mann weniger, spielten. Lukas, Lakos, Vivieros und schließlich auch Setzinger, für den nach einem Check von hinten mit fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinar die Partie vorzeitig zu Ende war, mussten der Reihe nach in die Kühlbox.

Die Ukraine nützte die Gelegenheit durch Gnidenko (37.) zum dritten Powerplay-Treffer. Im Schlussdrittel kamen die Heimischen noch einmal zum Ausgleich. Kapitän Dieter Kalt hielt mit seinem Treffer in der 45. Minute die Hoffnungen aufrecht, aber nur bis zur 54. Minute. Torhüter Claus Dalpiaz ließ bei einem Schuss von Sementschenko den Puck fallen, Tsirul staubte zum 4:3-Siegestreffer für die Ukraine ab und machte die Österreicher in Turin endgültig zu Zuschauern. In der Schussoffensive mit vielen Chancen war Torhüter Fedorow nicht mehr zu bezwingen.

Gruppe C in Klagenfurt:
Österreich - Ukraine 3:4 (1:2,1:1,1:1)
Tore: Ulrich (16./PP), Koch (29./PP), Kalt (45.) bzw. Kasjantschuk (13./PP), Bobrownikow (18./PP), Gnidenko (37./PP), Tsirul (54.)

Frankreich - Kasachstan 0:1 (0:1,0:0,0:0)
Tor: Samochwalow (18.)

Tabelle - Endstand:
1.Kasachstan32013:54
2.Österreich31118:53
3.Frankreich31114:43
4.Ukraine31028:92

(apa/red)

8.2.2005 12:18