Wahlsieger im Irak steht fest: Schiiten-Bündnis um Sistani kommt auf 48,1 Prozent
- Kurdische Allianz landet mit 25,7% auf dem 2. Platz
- Parteienblock von Allawi erreicht 13,8% bei Urnengang
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Nach Wahl: Verfassung bis
August ausgearbeitet
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Die Ereignisse von 1919 bis zur heutigen Situation
Das schiitische Bündnis um Großayatollah Ali Sistani, die Vereinigte Irakische Allianz, hat die Parlamentswahl von vor zwei Wochen erwartungsgemäß klar gewonnen. Allerdings verfehlte die Allianz die absolute Mehrheit. Wie die Wahlkommission am Sonntag in Bagdad mitteilte, kam die Partei auf 48,1 Prozent der Stimmen. An zweiter Stelle steht demnach die gemeinsame Liste der größten Kurden-Parteien - der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) und der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) - mit 25,7 Prozent der Stimmen.
Die überkonfessionelle Irakische Liste des Übergangsministerpräsidenten Iyad Allawi konnte 13,8 Prozent der Stimmen erzielen, teilte die Wahlkommission weiter mit. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 59 Prozent. Laut der Wahlkommission waren rund 8,5 Millionen Iraker zu den Urnen gegangen.
In den sunnitischen Provinzen war die Wahlbeteiligung bei dem Urnengang am 30. Jänner gering. Die Wahlkommission gab die Beteiligung in der Provinz Salahadin mit 29 Prozent an, in der Provinz Anbar mit lediglich zwei Prozent. Die sunnitischen Parteien hatten die Parlamentswahlen großteils boykottiert.
Parteien und Kandidaten haben nun laut Wahlkommission drei Tage Zeit, Einspruch einzulegen. Sollte es keine Anfechtungen geben, werde das Ergebnis für amtlich erklärt. Eine Neuauszählung in einigen Bezirken hatte die Bekanntgabe um mehrere Tage verzögert.
Bei den Wahlen am 30. Jänner hatten die Iraker über die 275 Abgeordneten der Nationalversammlung und über die Provinzräte zu bestimmen. In den kurdischen Gebieten wurde außerdem das autonome Kurden-Parlament gewählt. Wichtigste Aufgaben der neuen Nationalversammlung werden die Wahl eines Präsidenten und zweier Stellvertreter sowie die Ausarbeitung einer neuen Verfassung sein.
(apa)
