Nahost: Radikale Palästinensergruppen Hamas und Jihad zu Waffenruhe bereit
- Auch formeller Waffenstillstand wird "geprüft"
·Abbas ernennt neuen Polizeichef
Palästinenserpräsident plant Kabinettsumbildung
·Nach neuer Gewalt: Kein Nahost-Treffen!
Sicherheitsgespräche wurden offiziell "vertagt"
·Trotz Waffenruhe: Gewalt in Nahost
Granaten auf jüdische Siedlung: Mehrere Tote!
·Friedensprozess wird vorangetrieben
Bald soll ein neues Treffen Abbas-Sharon stattfinden
·Die Tagesordnung für Nahost-Gipfel
KLICKEN: Was Abbas und Sharon heute besprechen
·Rice: USA sind zu Engagement bereit
Außenministerin traf Abbas
und Regierungsvertreter
·"Derzeit kein Angriff
auf den Iran geplant"
US-Außenministerin Rice versucht zu beruhigen
Die radikale Palästinenser-Gruppe Hamas will zunächst eine Waffenruhe einhalten und während dieser Zeit einen formellen Waffenstillstand erwägen. Dies sagte der hochrangige Hamas-Vertreter Ismail Hanijah der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag nach einem Treffen mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas. "Die Hamas wird all das prüfen, was wir von unserem Bruder Abu Mazen (Abbas) gehört haben und dann werden wir unsere endgültige Entscheidung treffen", sagte er.
Die Hamas hält wie andere radikale Gruppen einen von Abbas erbetenen Gewaltverzicht weitgehend ein, sieht sich jedoch nicht an einen von der Regierung ausgerufenen Waffenstillstand mit Israel gebunden. Ein Gewaltverzicht der radikalen Gruppen gilt als eine Bedingung für einen neuen Anlauf zur Wiederaufnahme von Verhandlungen über einen Frieden in Nahost. Die Hamas hat sich der Vernichtung Israels verschrieben.
Der Islamische Jihad erklärte nach einer Zusammenkunft mit Abbas in der Nacht auf Sonntag, die Organisation wolle ebenfalls am inoffiziellem Gewaltverzicht festhalten. Für einen Beitritt zum formellen israelisch-palästinensischen Waffenstillstand habe man sich aber noch nicht entschieden. Dies bedürfe zunächst einer sorgfältigen Prüfung der Entwicklungen im Nahen Osten.
(apa/red)
