Münchner Sicherheitskonferenz: Rumsfeld
betont NATO-Rolle im Kampf gegen Terror
- US-Verteidigungsminister will "globale Anstrengungen"
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US-Verteidigungsminister Rumsfeld hat Europa und die USA zur engeren Zusammenarbeit aufgerufen und dabei die Rolle der NATO hervorgehoben. Der Kampf gegen weltweiten Terror könne nicht von einer Nation allein getragen werden, so Rumsfeld am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Der deutsche Bundeskanzler Schröder rief die USA zur Suche nach diplomatischer Lösung im Iran auf.
"Die NATO ist sehr wertvoll", betonte der US-Minister und relativierte damit die Forderung Schröders, sie als Forum der transatlantischen Zusammenarbeit zu überdenken. Das transatlantische Bündnis von 26 Staaten baue auf gemeinsamen Werten und einer gemeinsamen Geschichte auf. Der Kampf gegen Terror und Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen "erfordert globale Anstrengungen", betonte er.
Rumsfeld sagte weiter: "Wir konnten uns aufeinander verlassen in Zeiten der Gefahr." Amerika und Europa hätten gemeinsame Feinde: "Extremisten haben alle zivilisierten Gesellschaften ins Fadenkreuz genommen", fuhr Rumsfeld fort.
Auch NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer widersprach der Forderung Schröders. "Die Allianz wächst, gedeiht und blüht", sagte er. Die vorhandene Strukturen müssten nur intensiver genutzt werden. Schröder hatte in einer von Verteidigungsminister Struck verlesenen Rede gesagt, die NATO sei "nicht mehr der primäre Ort, an dem die transatlantischen Partner ihre strategischen Vorstellungen konsultieren und koordinieren".
Schröder rief die USA auf, im Atomstreit mit dem Iran "die diplomatischen Bemühungen der Europäer aktiv zu unterstützen". Der Iran werde auf eine nukleare Option nur dann verzichten, wenn neben seinen wirtschaftlichen Interessen auch seine legitimen Sicherheitsinteressen gewahrt seien.
Mehr als 1000 Menschen demonstrierten gegen die Sicherheitskonferenz. Begleitet von einem Großaufgebot der Polizei verlief die Demonstration aber weitgehend friedlich.
(apa)
