Freitag, 11. Februar 2005

Münchner Sicherheitskonferenz startet: Rumsfeld, Clinton und Annan zu Gast

  • Mahnwachen und Proteste gegen "Wehrkundetagung"
  • Köhler-Rede zum Auftakt, Tagung dauert bis Sonntag

Mit einer Rede des deutschen Bundespräsidenten Köhler wird am Freitagabend die Münchner Sicherheitskonferenz eröffnet. Mit Spannung werden Auftritte des deutschen Verteidigungsministers Struck, UNO-Generalsekretär Annan und von US- Verteidigungsminister Rumsfeld erwartet. Der deutsche Kanzler Schröder musste am Freitag kurzfristig seine Teilnahme wegen einer schweren Erkältung absagen.

Im Mittelpunkt des Programms stehen die Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten sowie die künftige Rolle der Vereinten Nationen. Auch das nordkoreanische Atomwaffenprogramm und die europäisch- amerikanischen Beziehungen dürften breiten Raum einnehmen.

Köhler will am Freitagabend über wirtschaftliche Entwicklung und Sicherheit sprechen. Struck und die CDU-Vorsitzende Merkel wollen am Samstagmorgen die "Perspektiven der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik" darlegen.

Die Sicherheit im Nahen und Mittleren Osten steht am Samstagnachmittag auf der Tagesordnung. Als Redner sind NATO- Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer, der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow, der ägyptische Außenminister Ahmed Abul Gheit und der stellvertretende iranische Außenminister Gholamali Khosroo angekündigt.

Annan soll am Samstagabend mit der neu geschaffene Friedensmedaille der Sicherheitskonferenz ausgezeichnet werden. Er will am Sonntag über die künftige Rolle der Vereinten Nationen sprechen. Nach ihm wollen der deutsche Außenminister Fischer und die US-Senatorin Clinton das Wort ergreifen.

An der dreitägigen Konferenz nehmen rund 240 hochrangige Politiker, Militärs, Sicherheitsexperten und Wirtschaftsvertreter aus aller Welt teil. Vorwiegend linke Gruppen haben insgesamt 14 Protestveranstaltungen angemeldet. Die Veranstalter erwarten 5.000 Demonstranten, die Polizei mit weit weniger.
(apa/red)

11.2.2005 12:53