Donnerstag, 10. Februar 2005

Beinharte Entscheidung: Gericht ordnet Zwangssterilisierung 7-facher Mutter an

  • 34-Jährige hatte zuvor ihre eigene Tochter getötet

Ein Gericht im US-Staat Georgia hat die Zwangssterilisierung einer 34-jährigen Frau angeordnet, die ihre fünf Wochen alte Tochter zu Tode geschüttelt hatte. Die siebenfache Mutter hatte sich nach zwei Verhandlungstagen schuldig bekannt und Oberrichter Rowland Barnes im Landkreis Fulton stimmte im Gegenzug zu, die Anklage von Mord auf Totschlag im Affekt abzuändern. Er gab der Frau 90 Tage Zeit, sich sterilisieren zu lassen. Ansonsten werde wegen Mordes weiter verhandelt.

Die anderen Kinder der Frau im Alter von einem bis 16 Jahren sind bei Verwandten oder Pflegeeltern untergebracht. "Wir haben uns die Umstände angesehen und gesagt, dass dies ein Ende haben muss", sagte Staatsanwalt Paul Howard. Der Anklage zufolge wurde das fünf Wochen alte Baby von der Mutter so stark geschüttelt und geschlagen, dass es an Kopfverletzungen am 16. Dezember 1998 starb. Urteile wie in diesem Fall sind in den USA selten. (apa)

10.2.2005 09:35