Ungewissheit um italienische Geisel: Tötung der Reporterin wurde angekündigt
- Irak: Das Schicksal von Giuliana Sgrene bleibt unklar
- Erst kürzlich wurde Freilassung in Erwägung gezogen
·Blutige Anschläge in Mossul & Baquba
27 Tote und Dutzende weitere teils schwer verletzt
Das Schicksal der in Bagdad verschleppten italienischen Journalistin Giuliana Sgrena bleibt weiterhin unklar. Auf einer islamistischen Web-Seite kündigten angebliche Mujaheddin-Brigaden im Irak am Dienstag die Tötung der italienischen Reporterin an. Sgrena, Journalistin der prokommunistischen Tageszeitung "Il Manifesto", wurde von der Gruppe beschuldigt, eine Spionin der Amerikaner zu sein. Deswegen sei sie hingerichtet worden, hieß es. Die Hinrichtung sei eine Botschaft für die italienische Regierung, die ihre Truppen aus dem Irak zurückziehen solle.
Italienische Geheimdienste halten die Botschaft indes für unglaubwürdig. Nachdem die fundamentalistische Terrorgruppe Islamischer Jihad am Montagabend via Internet die baldige Freilassung Sgrenas angekündigt hatte, ist man in Rom der Ansicht, dass die Reporterin der kommunistischen Tageszeitung "Il Manifesto" noch am Dienstag in Bagdad freikommen könnte.
"Sgrena ist keine Spionin und wird freigelassen", hieß es in dem Schreiben vom Montag. "Es wurde festgestellt, dass die Gefangene keine Spionin ist. Wir werden sie in den kommenden Tagen freilassen", stand in der Presseaussendung. Die italienischen Geheimdienste überprüfen derzeit die Glaubwürdigkeit der Internet-Botschaft.
(apa)
