Montag, 7. Februar 2005

Wieder Anschläge im Irak: Selbstmord-Attentäter reißen 27 Menschen in den Tod

  • Zarqawis Gruppe bekannte sich zu Attentaten

Wieder haben Aufständische im Irak mit Selbstmord-Anschlägen mindestens 27 Menschen in den Tod gerissen. In der nordirakischen Stadt Mossul (Mosul) sprengte sich am Montag ein Attentäter vor einem Krankenhaus in einer Gruppe Polizisten in die Luft. Dabei wurden nach Klinikangaben zwölf Beamte getötet und vier weitere verletzt. In Baquba (Bakuba) explodierte nahezu gleichzeitig vor dem Hauptquartier der Provinzpolizei eine Autobombe. 15 Menschen wurden getötet, 17 weitere verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Viele der Opfer hätten sich um Stellen bei der Polizei bewerben wollen.

Zu den Anschlägen bekannte sich via Internet die Gruppe um den jordanischen Extremisten Abu Musab al Zarqawi. In Mossul wurde am Montag darüber hinaus eine Polizeiwache mit Granaten angegriffen. Dabei wurden drei Zivilpersonen getötet, wie ein Polizeisprecher sagte. Sicherheitskräfte sind häufig Ziel von Aufständischen im Irak, die sie als Kollaborateure der US-Truppen betrachten.

Polnische Truppen haben einen neuen Kommandaten
Unterdessen haben die polnischen Truppen im Irak einen neuen Kommandanten bekommen. Der polnische General Waldemar Skrzypczak übernahm am Montag das Kommando von General Andrzej Ekiert. An der Zeremonie im polnischen Hauptquartier nahm auch der polnische Verteidigungsminister Jerzy Szmajdzinski teil. Szmajdzinski hatte kürzlich angekündigt, Polen werde im Februar 800 seiner derzeit 2500 Soldaten aus dem Irak abziehen. Über die Präsenz der verbleibenden polnischen Truppen solle voraussichtlich Ende Februar oder Anfang März entschieden werden.
apa/red)

7.2.2005 20:04