Ferienzeit ist Unfallzeit: Zahlreiche Ski- und Snowboardunfälle in ganz Österreich!
- Drei Schwerverletzte in Kärnten, 2 in der Steiermark
- PLUS: Hohe Lawinengefahr nach Wetterumschwung
·Zweite Ferienstaffel
beginnt: Staugefahr!
380.000 Schüler nehmen jetzt eine Woche "Auszeit"
·Wetterumschwung: Hohe Lawinengefahr
Warnstufe wurde am Freitag von 2 auf 3 erhöht
·STAU-CAMS: Alle Autobahnen live dabei!
Klicken: Gleich schauen, wo es derzeit staut!
·Immer top-aktuell: So wird das Wetter!
Die Prognosen für heute und die nächsten Tage
·Tipps für die Fahrt in den Schiurlaub
ÖAMTC: Eine richtige Vor- bereitung ist notwendig
·Tipps für die Fahrt mit Schneeketten
Was vom Einkauf bis zur Wartung zu beachten ist
·Haftungsfrage nach Eis-& Schneeunfällen
Die Verschuldensfrage ist laut ÖAMTC oft ein Problem
·So klappt die Fahrt bei Schnee und Eis
12 praktische Tipps fürs Fahrvergnügen im Winter
·13 Schneeketten im ÖAMTC-Praxistest
Gute Noten für Ring- und auch Seilschneeketten
Immer mehr Ski- und Snowboardfahrer verletzen sich auf den heimischen Pisten. Im Dezember und Jänner passierten laut einer Auswertung des Instituts "Sicher Leben" rund 25.000 Unfälle mit Krankenhausbehandlung. Das sind um rund zehn Prozent mehr als im Vergleichszeitraum der Vorsaison. Für den Anstieg gibt es aber einen einfachen Grund: In dieser Saison wurden mehr Betriebstage verzeichnet, erklärte der Fachverband Seilbahnen Österreichs in einer Aussendung.
Am Donnerstag mussten acht Skisportler ins Krankenhaus. Die meisten Pistenunfälle passierten in Kärnten. Ein zehnjähriger Schüler aus Klagenfurt verlor auf der Hochrindl gegen Mittag die Kontrolle über seine Ski und prallte gegen einen Baum, teilte die Sicherheitsdirektion mit. Der Bub erlitt schwere Verletzungen und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Ein weiterer Schüler verunglückte am Donnerstagnachmittag auf dem Mölltaler Gletscher. Der Zwölfjährige aus Belgien ist durch Eigenverschulden in eine Gruppe von Skiläufern gefahren. Er verletzte sich schwer am Kopf und wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Spital eingeliefert. Auf der Watschinger Alm wurde ein Pensionist aus Schwechat von einem anderen Skifahrer gerammt. Der Mann erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und einen Schlüsselbeinbruch.
Zwei leichtere Unfälle ereigneten sich auf der Turracher Höhe. Eine 16-jährige Schülerin aus Wien stürzte am Freitag mit ihrem Snowboard und erlitt eine Platzwunde im Gesicht. Ebenfalls durch einen Sturz zog sich ein 46-jähriger Wiener Arzt einen Oberschenkelbruch zu.
In der Steiermark hat es am Donnerstag zwei schwere Unfälle gegeben. Auf der Reiteralm prallte am Abend ein 25-jähriger Liezener mit seinem Ski-Doo gegen einen Baum und erlitt schwere Beinverletzungen. Auf der steirischen Seite der Turracher Höhe kollidierte eine achtjährige Wienerin mit einem unbekannten Zehn- bis Zwölfjährigen. Beide kamen zu Sturz. Die Achtjährige wurde schwer verletzt und mit dem Hubschrauber ins LKH Klagenfurt gebracht.
Bub stürzt von Sessellift
Im Tiroler Unterland hat sich ein Kind aus den Niederlanden beim Sturz von einem Sessellift am Donnerstag schwer verletzt. Der Achtjährige fiel nach Angaben der Gendarmerie zehn Meter tief. Er erlitt eine Fraktur des linken Armes sowie zahlreiche Prellungen. Der Rettungshubschrauber brachte ihn in die Klinik nach Innsbruck.
Laut "Sicher Leben" passieren erfahrungsgemäß von Dezember bis im Jänner 40 Prozent aller Pistenunfälle der Saison. Für die Gesamt-Saison 2004/05 wären demnach rund 65.000 Pistenunfälle mit Krankenhausbehandlung zu erwarten. Davon dürften rund 20.000 Pistenunfälle auf den Ferienmonat Februar entfallen.
"Im Dezember 2004 und im Jänner 2005 hatten die heimischen Seilbahnen dank der guten Schneelage im Durchschnitt um 7,7 Prozent mehr Betriebstage zu verzeichnen", erklärte der Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich, Ingo Karl. "Das verzerrt logischerweise die Statistik und lässt die Bilanz schlechter aussehen als sie tatsächlich ist. Jede andere Interpretation würde die Situation massiv verfälschen und wird von uns mit Nachdruck zurückgewiesen."
Einen besonderen Anstieg gab es laut "Sicher Leben" bei den Snowboardunfällen: Machten diese in der Wintersaison 2002/03 noch etwa 25 Prozent den Pistenunfälle aus, so betrafen in der heurigen Saison bisher etwa 30 Prozent der Pistenunfälle Snowboarder.
(apa/red)
