Donnerstag, 10. Februar 2005

Österreicher machen mehr Kinder: Zahl der Geburten 2004 um fast 3% gestiegen!

  • Rekord: In Vorarlberg sogar plus sieben Prozent
  • PLUS: Zahl der Kindergeldbezieher erstmals gesunken

Die Zahl der Geburten in Österreich ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2003 um 2,8 Prozent gestiegen. Das gab die Statistik Austria am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Die vorläufige Zahl der in diesem Zeitraum lebend geborenen Kinder war mit 77.991 um 2.093 höher als im Jahr zuvor. Die Zunahme geht mit einem Plus von 4,7 Prozent überwiegend auf das Konto der unehelich Geborenen, während die Zahl der ehelich Geborenen nur um 1,7 zunahm.

Die Zahl der unehelich geborenen Kinder stieg von 26.718 auf 27.964, die der ehelich Geborenen von 49.180 auf 50.027. Damit kletterte die so genannte Unehelichenquote von 35,2 auf 35,9 Prozent. Am höchsten waren diese Quoten traditionellerweise im Süden Österreichs, und zwar in Kärnten mit einem Anteil von 50,3 Prozent und in der Steiermark bei einem Anteil von 45,8 Prozent. In Oberösterreich, Salzburg und Tirol lag der Anteil unverheirateter Mütter zwischen 38 und 39 Prozent, in Wien, Niederösterreich und im Burgenland sowie in Vorarlberg zwischen 28 und 30 Prozent.

Mehr Geburten wurden in allen Bundesländern verzeichnet. Am stärksten war die Steigerung in Vorarlberg mit plus sieben Prozent. In Niederösterreich wurden um 3,7 und in Oberösterreich um 3,3 Prozent mehr Babys registriert. Geringere Zunahmen meldeten die Standesämter in Wien (plus 2,6 Prozent), in Tirol (plus 2,4 Prozent), im Burgenland (plus 2,1 Prozent), in der Steiermark (plus 1,5 Prozent) sowie in Salzburg und in Kärnten (jeweils plus 1,1 Prozent).

Die vorläufigen Ergebnisse der Geburtenstatistik 2004:

BundeslandLebendgeboreneSteigerung in %
Burgenland2.2012,1
Kärnten4.7981,1
Niederösterreich14.1843,7
Oberösterreich13.7943,3
Salzburg5.1991,1
Steiermark10.3281,5
Tirol6.9812,4
Vorarlberg4.0407,0
Wien16.4662,6

(apa)

10.2.2005 11:42