Messerattentat auf Ärztin in Amstetten: 19-Jähriger aus Somalia verletzt Frau
- Mit Klappmesser Wunden am Oberschenkel zugefügt
- Indizen sprechen für geplante Tat des jungen Mannes
Im Mostviertelklinikum in Amstetten wurde gestern, Mittwoch, Nachmittag eine 36 Jahre alte Ärztin das Opfer eines Messerattentates. Die Frau erlitt Stichwunden im Bereich des linken Oberschenkels und der linken Schulter. Ein 19-jähriger Somalier befindet sich unter Verdacht des Mordversuchs in der Justizanstalt St. Pölten in Haft, teilte die Kriminalabteilung Niederösterreich mit.
Zu der Bluttat war es in einem Aufenthaltsraum im Erdgeschoss der Klinik gekommen. Der Somalier, der laut seiner Aussage an Gewichtsverlust leidet und glaubt, an Aids erkrankt zu sein, obwohl ein entsprechender Befund negativ war, hatte ein Rezept für ein Medikament verlangt, das ihm jedoch verweigert worden sei, so Major Klaus Preining. Daraufhin habe der Afrikaner ein erst am Mittwoch in Amstetten gekauftes Klappmesser mit 8,3 Zentimeter langer Klinge gezückt und die Ärztin von hinten in die linke Schulter und in den linken Oberschenkel gestochen. Der Frau gelang die Flucht, ein Pfleger riegelte sofort und von außen die Tür zu dem Aufenthaltsraum auf. Der Tatverdächtige saß damit fest.
Der 19-Jährige, zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft in Seisenegg (Bezirk Amstetten) wohnhaft, wurde kurz darauf festgenommen. Er habe keine Widerstand geleistet, so Preining. Das Messer wurde sichergestellt.
Die Ärztin hatte durch das Attentat stark blutende Wunden erlitten. Sie wurde umgehend operiert. Sie soll am Freitag zu der Bluttat befragt werden.
(apa)
