Montag, 7. Februar 2005

Lawinenabgang im Pinzgau: 68-jähriger Tourengeher erlag seinen Verletzungen

  • Mann starb nach Bergung im LKH Salzburg
  • Schneebrett in Obersteiermark: Niemand verschüttet

Auch am Montag ist die Serie von Lawinenabgängen in Österreich nicht abgerissen. Bei einem Lawinenunglück am hohen Breitkopf in Pinzgau kam ein 68-jähriger Tourengeher aus Mittersill ums Leben. Der Mann konnte zwar noch reanimiert werden, starb aber am Nachmittag im Landeskrankenhaus Salzburg.

Gegen 11.40 Uhr hatte sich von einem Bergrücken des 2.470 Meter hohen Breitkopfes oberhalb einer fünfköpfigen Gruppe das Schneebrett gelöst. Zwei Mitglieder der Gruppe wurden rund 70 Meter mitgerissen.

Der 68-Jährige wurde unter den Schneemassen begraben, eine 43-jährige Tourengeherin aus Bramberg blieb an der Oberfläche der Lawine und kam dort schwer verletzt zu liegen. Die übrigen Skitourengeher hatten über Handy die Rettungsmannschaften alarmiert und sich am Rettungseinsatz beteiligt.

Am Nachmittag ging dann in der Obersteiermark nahe des Skigebietes Kaiserau im Bezirk Liezen ein Schneebrett ab. Hier dürfte es entgegen anders lautenden ersten Meldungen keine Opfer geben.

Nur noch tot geborgen wurde am Montag jedoch ein seit Sonntag vermisster Schüler. Der 16-jährige Jugendliche wurde von der Suchmannschaft mittels Sondieren unterhalb einer Fichte und von Schnee völlig bedeckt gefunden. Der Bursche dürfte mit seinen Kurzskiern gestürzt und kopfüber im tiefen Lockerschnee zum Liegen gekommen sein. Er konnte sich offensichtlich nicht mehr selbstständig aus dieser Lage befreien und starb.

(apa/red)

7.2.2005 19:57