Ford verzichtet auf Spot bei Super Bowl: Werbung mit sündigem Priester gestoppt
- Beschwerde führt zum Zurückziehen von Pickup-Spot
- PLUS: Inhalt des "sündigen" Werbe-Spots im Überblick

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Die am Sonntag in den USA zum 29. Mal stattfindende Super Bowl hat ihr erstes Werbe-Opfer gefunden. Der Autokonzern Ford zog laut New York Times aufgrund von Beschwerden eine Werbung zurück. In dem TV-Spot ist ein sündiger Priester zu sehen, Missbrauchsopfer der Kirche hatten daraufhin protestiert.
Im Bild: Ford Lincoln Mark LT
In dem zurückgezogenen TV-Spot findet ein Priester in der Opfer-Schüssel einen Schlüssel für einen Lincoln-Pickup. Während des Spots lernt der Gottesdiener, dass der Autoschlüssel keine Gabe Gottes war, sondern nur ein Streich einer Tochter eines Kongreganten. Die Werbung endet damit, dass der Priester auf seiner Tafel vor der Kirche als Thema seiner nächsten Gebetsstunde das Thema "Lust" ankündigt.
Missbrauchsopfer protestieren
Beschwert über diesen Spot hatte sich ein Sprecher der Organisation "Snap". Snap steht für "Survivors Network of those Abused by Priests". Mitglieder würden die Werbung als verletzend bewerten. Der Mann in dem Spot ist laut der Organisation gekleidet wie ein katholischer Priester oder ein Mitglied der Episkopalkirche. Das dargestellte Kind sei "schüchtern und gefügig".
Millionen-Werbung
Der durchschnittliche Preis für einen 30-Sekunden-Spot bei der Super Bowl beträgt laut Wall Street Journal in diesem Jahr 2,4 Mio. Dollar. Andere Unternehmen wie Anheuser Busch thematisieren den Kampf der Geschlechter und werden sich hiermit etwas weiter aus dem Fenster lehnen als andere Werber, die auf Nummer sicher gehen wie etwa das Pharma-Unternehmen Ciba-Vision. Bei Mastercard warten die Verantwortlichen erst die Reaktionen der Zuseher auf ihre Werbung ab, weil genaue Vorhersagen über Reaktionen nie möglich sind. Dass die Reaktionen kommen werden, darüber ist sich Mastercard aber sehr sicher. (pte)
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