Dienstag, 1. Februar 2005

Pkw-Besitzer laden Autoeinbrecher ein: Wertgegenstände im Pkw erhöhen Risiko

  • Profis brauchen fürs Autoknacken knappe fünf Sekunden
  • PLUS: Welche Gegenstände besonders verlockend sind

Österreichs Autofahrer haben allen Anschein nach - zu - großes Vertrauen in die Sicherheit ihrer Pkw-Schlösser. Denn laut einer Erhebung des Institutes für technische Sicherheit (ITS) werden Langfinger auf ihrer Suche nach Wertgegenständen und Bargeld in beinahe jedem zweiten geparkten Kfz fündig. "Für Täter ein wahres Paradies", warnte ITS-Leiter Bernhard Noll.

Ein Auto ist schnell geknackt. Profis benötigen für diesen Vorgang knappe fünf Sekunden. Doch auch weniger Geübte haben keine Probleme: Sie schlagen einfach die Scheibe ein.

Welche Gegenstände besonders verlockend sind
Schließlich lachen Jacken und andere Kleidungsstücke den potenziellen Tätern laut ITS-Erhebung in jeder sechsten Fahrgastzelle entgegen, gefolgt von Hand-, Akten- oder Reisetaschen (jede siebente). Musikliebhaber stoßen in beinahe jedem elften Pkw auf eine umfangreiche CD-Sammlung. Handys, Laptops und andere elektronische Geräte werden immerhin noch in jedem 19. Auto für jeden offensichtlich verwahrt.

Wann die Diebe aktiv werden
Hauptarbeitszeit der Autoknacker ist laut ITS der späte Nachmittag zwischen 16.00 und 18.00 Uhr - hier wird man in jedem zweiten Kfz fündig, knapp gefolgt von den Abendstunden zwischen 19.00 und 22.00 Uhr. Dafür sind nur knapp 14 Prozent aller Pkw mit einer Alarmanlage ausgestattet. Und lediglich 0,13 Prozent sind mit einer abschreckenden Lenkradsperre gesichert.(apa/red)

1.2.2005 11:32