Schuldenfalle SMS-Dienste: Deutschland beschließt Gesetz für mehr Schutz dagegen
- Handy-Anbieter sollen auf Kosten hinweisen müssen
- Vor allem Jugendliche nutzen die teuren Dienste häufig
·SMS-Fahndung hat sich in Graz bewährt
An Ausweitung auf ganz Österreich wird gearbeitet
·1. Handy, das auf Bewegung reagiert
SMS einfach mit Schütteln löschen & in der Luft tippen
·Studie: 40 Prozent stören Werbe-SMS
Aber: Sonderangebote und Gutscheine gefallen!
Ein neues Gesetz in Deutschland soll verhindern, dass sich Handy-Nutzer mit teuren SMS-Diensten verschulden. Anbieter sollen dazu verpflichtet werden, ab einem Preis von einem Euro auf die Kosten hinzuweisen, kündigte die deutsche Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) an.
"Der Kunde muss den Erhalt der Information bestätigen", sagte Künast zum Nachrichtenmagazin "Focus". In TV-Werbung für Logos und andere Dienste sollen Preise deutlicher genannt werden. Der Preis solle künftig so groß und ebenso lange am Bildschirm erscheinen wie die Rufnummer.
Insbesondere Jugendliche erwerben per Textnachricht über vier- bis fünfstellige so genannte Premium-SMS-Nummern Klingeltöne oder nehmen an mobilen Chats teil. Oft kostet eine SMS 1,99 Euro oder mehr. Voraussichtlich am Mittwoch wird das deutsche Kabinett den Entwurf des neuen Telekommunikationsgesetzes beschließen. (apa/red)
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