Anti-Viren-Programm von Microsoft: Wett-bewerbshüter könnten wachsam werden
- Einbettung der Software in Longhorn scheint möglich
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Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft erwägt, eine eigene Anti-Virus-Software als Ergänzung zu seinem Betriebssystem Windows XP anzubieten. Anti-Virus-Funktionen könnten auch Teil des geplanten neuen Microsoft-Betriebssystems Longhorn werden. Möglicherweise werde der Konzern dabei auf Produkte des 2003 übernommenen rumänischen Anti-Virus-Softwareanbieters Gecad zurückgreifen, sagte Microsoft-Technikvorstand Craig Mundie der "Financial Times Deutschland".
"Denkbar ist, dass wir bei künftigen Überlegungen zu der Einschätzung kommen, dass bestimmte Teile der Anti-Virus-Software zum Betriebssystem gehören sollten", sagte Mundie.
Der Eintritt in den stark wachsenden Markt für Anti-Virus-Software würde Microsoft zu einem gewichtigen Wettbewerber etablierter Anbieter wie Symantec oder McAfee werden lassen. Ein solcher Schritt könnte die Wettbewerbshüter auf den Plan rufen. Die EU-Kommission hatte Microsoft zuletzt aus Wettbewerbsgründen zur Auflage gemacht, das Betriebssystem Windows ohne den Media Player auszuliefern, um andere Anbieter von Video- und Musiksoftware zu schützen. (apa)
