Mittwoch, 2. Februar 2005

Heer: Das neue Horror-Video

  • Blutige Gewaltorgie in Welser Kaserne aufgedeckt
  • Wehrlose Grundwehrdiener als Opfer des Kaders

Das Ergebnis in Wels: Platzwunden, Schulter- und Wadenprellungen, Fingerverletzungen, die auch am NEWS-Beweisvideo zu sehen sind.

Hessen-Kaserne Wels. Grundwehrdiener werden als so genannte „Roleplayer“ eingeteilt. Sie sollen Demonstranten darstellen, die – „selbstredend“ ungeschützt – gegen perfekt ausgestattete Kadersoldaten antreten müssen. Letztere, im Spalier angetreten und mit massiven Schutzanzügen samt Helmen, Schienbeinschützern, Schutzschilden und Schlagstöcken ausgerüstet, sollen „ordentlich“ auf „sicherheitspolizeiliche Aufgaben“ vorbereitet werden. Immerhin dürfen sie demnächst bei einer in Polen stattfindenden Übung im Rahmen der in Zusammenarbeit mit NATO-Armeen stattfindenden PfP(„Partnerschaft für den Frieden“)-Übung Strong Resolve 02 zeigen, wie man beim österreichischen Heer mit renitenten Demonstranten umzugehen gelernt hat.

Blut, Gewalt und Tränen. „Verschiedene Stufen von Gewalt“ stehen heute in Wels am Programm. Der Befehl an die Grundwehrdiener lautet, dass sie die Kette der Kadersoldaten durchbrechen müssen. Ohne Schutzbekleidung, dafür aber mit „Bewaffnung“ wie einigen Holzprügeln, einer massiven Palette und zahlreichen gefüllten Wasserflaschen, die ihnen von den Vorgesetzten zur Verfügung gestellt wurden, sollen sie ihr Ziel erreichen. Und die Kadersoldaten sollen das verhindern, die mit weißen Parkas bekleideten Rekruten „unter Kontrolle“ bekommen. „Crowd Riot Control“ (CRC) wird die Übung deshalb hochtrabend genannt.

Allein: Bei den in mehreren Wellen vorgetragenen Sturmangriffen, die auf einem NEWS exklusiv vorliegenden 51 Minuten dauernden Video zu sehen sind, eskaliert die Situation völlig.

Während mehrerer massiver Raufhändel wird mit Schlagstöcken und Holzlatten aufeinander eingeprügelt. Grundwehrdiener werden getreten, gefesselt und über den Asphalt geschleift. Alles vor den Augen der verantwortlichen Offiziere.
Ein Rekrut trägt eine Platzwunde am Kopf davon, andere Schulter-, Waden- und Fingerprellungen. Ein weiterer, der mit einer unübersehbaren Beule an der Schläfe zur Seite wankt, wird vom Kameramann (auch ein Heeresangehöriger) aufgefordert: „Herschauen, alles in Ordnung?“ Die etwas verunsicherte Antwort: „Na jo. I waas net.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
PLUS: Geheimbericht: Gegen wen ermittelt wird

2.2.2005 16:32