Sonntag, 6. Februar 2005

"profil": Österreichische Wettbüros im deutschen Fußballskandal abgezockt!

  • Buchmacher um sechsstellige Beträge geschädigt
  • PLUS: Alle Infos zum deutschen Fußball-Wettskandal

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, zieht der Skandal um mutmaßlich manipulierte Fußballspiele in Deutschland seine Kreise bis nach Österreich. Nach Recherchen von "profil" wurden bei nunmehr inkriminierten Spielen - unter anderem dem Match Paderborn gegen HSV - mehrere Buchmacher in Wien und Salzburg geschädigt.

So musste die Wiener Interwetten AG im Anschluss an dieses Spiel Wettgewinne von rund 30.000 Euro auszahlen. Die Einsätze waren dem Unternehmen von einem Partner in Berlin vermittelt worden. Interwetten wollte dazu keine Stellung abgeben.

Bei einem weiteren Match, für das sich mittlerweile die deutschen Behörden interessieren - der Zweitliga-Begegnung zwischen Rot-Weiß Oberhausen und Erzgebirge Aue - verlor die Salzburger Intertops Sportwetten AG rund 30.000 Euro. Das in Seekirchen ansässige Wettbüro pagobet GmbH musste dabei sogar einen sechsstelligen Betrag zur Auszahlung bringen. Der Verband der österreichischen Buchmacher sucht inzwischen per Rundschreiben nach weiteren Opfern der Wett-Mafia.

Zudem berichten Buchmacher, dass sie Spiele aus den österreichischen Unterligen mittlerweile aus Misstrauen gar nicht mehr ins Wettprogramm aufnehmen. Reinhard Tutic, österreichischer Partner des international tätigen Anbieters Oddscompany, gegenüber "profil": "Es gibt Fußballer, die sich mittels Absprachen ein kleines Zubrot verdienen wollen. Bei Spielen, die keine TV-Öffentlichkeit haben ist das vergleichsweise einfacher."

Der ÖFB hat nach Auffliegen der Affäre sämtliche Bundes- und Erstligaspiele seit Mitte 2003 auf mögliche Manipulationen durchchecken lassen. Dabei wurden laut Präsident Friedrich Stickler "keinerlei Verdachtsmomente gefunden". Bei Unterligaspielen sehe die Sache freilich anders aus: "Wenn in diesem Bereich gewettet wird, gibt es immer eine Verlockung." Ausschließen könne man da "sehr, sehr wenig", so Stickler.

Die gesamte Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von "profil"!

6.2.2005 10:02