Freitag, 4. Februar 2005

Bevorstehender Premiere-Börsengang: Sender-Chef Georg Kofler casht privat ab

  • "Werde Teil meiner Aktien beim Börsengang abgeben"
  • Der Südtiroler hält ein 20-prozentiges Aktienpaket

Auf Georg Kofler warten Millionen. Wenn der Bezahlfernsehsender Premiere AG im März an die Frankfurter Börse geht, dann werden sich auch die Taschen von Chef Kofler prall füllen, berichtet FORMAT. Immerhin hält der 47-jährige Südtiroler ein 20,46-prozentiges Aktienpaket. Kofler: "Ich werde einen Teil meiner Aktien beim Börsengang abgeben, aber langfristig bei Premiere im zweistelligen Bereich investiert bleiben."

Derzeit wird der Wert der Premiere AG zwischen 2,5 und drei Milliarden Euro taxiert. Kofler winken demnach für jedes Premiere-Prozent, das er verkauft, bis zu 30 Millionen Euro. Wohin der private Geldsegen fließen soll, steht noch nicht fest. "Vielleicht in Immobilien", sagt Kofler: "Das entscheide ich erst, wenn es so weit ist."

Ganz im Gegensatz dazu weiß Kofler bereits detailliert, was mit den rund 500 Millionen Euro geschehen wird, die der Premiere AG in Form einer Kapitalerhöhung zufließen sollen. Mit dem frischen Geld will der Premiere-Boss "die Finanzstruktur verbessern und den unternehmerischen Spielraum vergrößern": also Kredite zurückzahlen, den Verschuldensgrad reduzieren und damit letztlich die Zinsbelastung deutlich senken.

Mit dem Börsengang bereiten auch Altaktionäre, wie der Permira Fonds (54,76 Prozent), die BayernLB, die HypoVereinsbank und die Bawag-PSK-Gruppe (3,5 Prozent) ihren Ausstieg vor. Geplant ist laut FORMAT-Informationen eine Platzierung bei institutionellen Investoren nach dem Börsengang.

4.2.2005 16:50