Hohen Energiepreis 2004: Österreichische Haushalte durch Mehrkosten stark belastet
- Strom, Gas, Heizöl und Treibstoffe empfindlich verteuert
- 500 Millionen Euro mehr für Energie ausgegeben
Die höheren Energiepreise haben den österreichischen Haushalten im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Energieverwertungsagentur (E.V.A) Mehrkosten von bis zu 500 Mio. Euro beschert. Im Durchschnitt kostete Energie 2004 um 6,4 Prozent mehr als im Jahr davor. Neben Strom und Gas haben sich vor allem Heizöl und Treibstoffe empfindlich verteuert.
Wie die E.V.A. mitteilte, gaben die Haushalte insgesamt 8,2 Mrd. Euro für Energie aus. Davon entfielen rund 37 Prozent auf Treibstoffe, rund 28 Prozent auf Strom und rund 35 Prozent aufs Heizen. Umgelegt auf einen durchschnittlichen österreichischen Haushalt entspricht das Energieausgaben von rund 2.500 Euro.
Mit plus 6,4 Prozent sind die Energiepreise 2004 wesentlich stärker gestiegen als 2003. Deutliche Steigerungen gab es bei den Mineralölpreisen, die im Schnitt um 9,8 Prozent anzogen. So wurde Heizöl extra leicht um 15,3 Prozent teurer. Normalbenzin war 2004 durchschnittlich um 8,1 Prozent teurer, Superbenzin um 7,6 Prozent und Diesel um 11,1 Prozent.
Die Strompreise legten gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent zu. Gas wurde im Jahresdurchschnitt 2004 um 5,5 Prozent teurer, Fernwärme um 4,0 Prozent und Brennholz um 0,6 Prozent. Am stärksten fiel der Preisanstieg bei festen fossilen Brennstoffen wie Steinkohle, Braunkohlebriketts und Koks aus.(apa/red)

