Montag, 14. Februar 2005

Auf Spionage in Valencia: Kronsteiner und Söndergaard sind von Bilbao beeindruckt!

  • Austria-Duo sieht ein Remis der Basken beim Meister
  • Aber: Athletic Bilbao verjuxt im Finish eine 2:0-Führung

Athletic Bilbao, nächster UEFA-Cup-Gegner von Austria Magna, befindet sich weiterhin in ausgezeichneter Form. Die Basken erreichten in der 21. Runde der spanischen Fußball-Meisterschaft auswärts gegen den regierenden Meister FC Valencia ein beachtliches 2:2 (1:0). Von der starken Leistung Bilbaos beeindruckt zeigten sich die zwei violetten "Spione" Günter Kronsteiner und Lars Söndergaard.

Das Austria-Duo war von den Basken, die seit 5. Dezember in nunmehr insgesamt schon zehn Spielen (sieben Siege, drei Remis) ungeschlagen sind und in ihren jüngsten vier Partien 15 Tore erzielten, beeindruckt. Die Gäste führten durch Tore von Andoni Iroala (31./Handelfer) und Santi Ezquerro (61.) bereits 2:0, ehe dem aktuellen Tabellendritten im Finish durch Mista (75.) und Marco Di Vaio (83.) jeweils per Kopfball noch der Ausgleich glückte.

"Es war wieder ein Super-Erlebnis. Athletic hat das Spiel in der ersten Stunde total kontrolliert, war die bessere und kompaktere Mannschaft", meinte Trainer Söndergaard, der den UEFA-Cup-Gegner schon zum fünften Mal, zum zweiten live im Stadion, gesehen hatte. An der druckvollen, nach vorne ausgerichteten Spielweise hatte sich nichts geändert: aggressiv in der Abwehr, stark in der Offensive, wobei die Basken früh stören bzw. über die Flanken stets für Gefahr sorgen. Der Däne reiht Athletic derzeit auf "einer Stufe mit Real Madrid und FC Barcelona" ein.

Auf die Wiener wartet jedenfalls eine "überaus schwierige Aufgabe, die nur mit zwei optimalen Leistungen gelöst werden könnte". Während die auf Trainingslager in Marbella weilenden Austria-Spieler Athletic abermals live im spanischen Fernsehen verfolgten, war Söndergaard in Begleitung seines "Chefs" Kronsteiner in Valencia. Und auch der Sportmanager war von den Basken entzückt: "Sie haben den Gegner eine Hälfte lang fast vorgeführt."

Der Steirer sprach von einer "unwahrscheinlich geschlossenen, kampfstarken Vorstellung" des UEFA-Cup-Gegners gegen den UEFA-Cup-Sieger 2004. Kronsteiner, für den der derzeitige Tabellenachte der stärkste internationale Rivale in dieser Saison ist, sah aber nicht nur Beeindruckendes, sondern auch einen Schönheitsfehler. "Athletic hat in der Endphase dumme Eigenfehler begangen und auch Nerven gezeigt", meinte er. (apa)

14.2.2005 10:59