Montag, 7. Februar 2005

Spanien entthront Kroatien: Iberer holen sich souverän den WM-Titel im Handball!

  • Titelverteidiger wurde deutlich mit 40:34 bezwungen
  • Frankreich holt Platz 3 gegen Gastgeber Tunesien

Spanien hat mit einer Lehrstunde in modernem Handball Kroatien als Weltmeister abgelöst. In ihrem ersten Endspiel bei einem großen Championat überhaupt deklassierten die Iberer den Olympiasieger am Sonntag in Rades mit 40:34. Bronze sicherte sich wie 2003 Frankreich durch ein 26:25 über Gastgeber Tunesien. Die Spanier demonstrierten im Endspiel von Beginn an den größeren Siegeswillen.

Dank einer überragenden Abwehrarbeit gewannen die Spanier immer wieder die Bälle, die der flinke Top-Werfer Garcia zu Tempogegenstößen nutzte. Dabei hatten die Iberer offenbar ihre Lektion aus der Vorrunde gelernt, als sie den Kroaten 31:33 unterlegen waren. Die müde wirkenden Kroaten hingegen fanden keine Mittel gegen die spanische Abwehr. So enteilte Spanien auf 30:18 (42.) und ließ sich da bereits von den Anhängern feiern.

Den entscheidenden Treffer für die Franzosen zu Platz drei fiel in der Schlussminute aus einem Siebenmeter. Damit verabschiedete sich die große Generation der Franzosen aus den Nationalteam. Für Gregory Anquetil, Jackson Richardson und Gueric Kervadec war es die letzte WM. Die Tunesier hatten lange wie die Sieger ausgesehen, nach 20 Minuten führten sie bereits 11:4. Wie vor vier Jahren in Frankreich blieb Afrikanern aber wieder nur "Blech", 2001 in Paris war Ägypten Vierter geworden.

Balic wertvollster Spieler
Der Kroate Ivano Balic ist zum wertvollsten Spieler der Handball-Weltmeisterschaft gewählt worden. Torschützenkönig der WM wurde der Tunesier Wissem Hmam mit 81 Treffern vor Eduard Kokscharow, der Russe brachte es auf 80 Tore. Das Finale war übrigens das torreichste Endspiel der WM-Geschichte. (apa)

7.2.2005 09:20