Montag, 14. März 2005

Olympischer Winter als Ziel: Nordische Kombinierer sind noch steigerungsfähig

  • Bewerbe entwickeln sich immer mehr zum Laufen
  • Saisonvorbereitung ganz auf Turin 2006 ausgerichtet

"Wir sind heuer überall Dritter geworden. Das bedeutet auch, dass wir für nächstes Jahr auch noch steigerungsfähig sind", bilanzierte ÖSV-Cheftrainer Günther Chromecek nach dem Saison- Abschluss der Nordischen Kombinierer. WM-Bronze durch Felix Gottwald bzw. mit der Staffel, Rang drei im Gesamt-Weltcup durch Gottwald und im Nationencup war die Ausbeute der Österreicher in dieser Saison.

Dabei war mit Wilhelm Denifl einer der Mannschafts-Weltmeister von 2003 nach einem Beinbruch schon im Dezember ausgefallen. Für Chromecek und seine Truppe war der letzte Weltcupbewerb in Oslo aber keinesfalls gleichbedeutend mit dem Urlaubsbeginn. Im Gegenteil. Wie schon seit 2001 beginnt für Felix Gottwald und Co. gleich im Anschluss an die alte schon die neue, olympische Saison. Mit gezielten Trainingseinheiten im Grundlagen-Ausdauerbereich soll die Basis für 2005/06 gelegt werden.

"Wir werden noch etwa bis 20. April weiter trainieren und im Hinblick auf die Winterspiele in Pragelato auch mehr in die Höhe gehen", verriet Chromecek den weiteren Marschplan. Geplant sind gemeinsame Skitests sowie Trainingseinheiten zunächst in der Ramsau, danach erfolgt eine Aufsplittung in eine Tiroler und eine Salzburger Einheit.

"Wir müssen uns für nächstes Jahr etwas einfallen lassen. Vor allem laufmäßig müssen wir uns weiter steigern, auch die Bewerbe entwickeln sich immer mehr zum Laufen, einzig der Massenstart ist sprunglastig", erklärte Chromecek. Auch der neue "Hurricane"-Modus, nach dem die Vorsprungs-Punkte vom Springen in Meter umgerechnet werden und die Läufer dann mit entsprechendem Rückstand in "Schneckenform" in die Loipe gehen, bevorzugt laut Chromecek die guten Läufer.

Bei den Olympischen Spielen in Turin/Pragelato gibt es aber wieder die drei "klassischen" Bewerbe, und die Saisonvorbereitung wird ganz darauf ausgerichtet sein. (apa/red)

14.3.2005 14:28