Handball: Wiener Derby läutet die heiße Phase des HLA-Grunddurchgangs ein
- Abadir gibt Comeback nach langer Verletzungspause
- Spitzenspiel Krems - Hard wurde verschoben
Die Samsung Handball Liga Austria (HLA) biegt nach sieben Wochen Pause, die den Fans durch den Gruppensieg des Männer-Nationalteams in der EM-Qualifikation versüßt wurde, in die Schlussphase des Grunddurchganges ein. Eine Nachtragspartie, die Mitfavorit Hard auswärts gegen Schlusslicht Gänserndorf dank klugem Konterspiel 30:22 gewann, markierte am Mittwoch den Auftakt, bevor es mit dem Wiener Derby Aon Fivers - West Wien, dem NÖ-Duell Gänserndorf - Tulln und Schwaz - Linz um Vorentscheidungen im Kampf um die Playoff-Ausgangspositionen geht.
Während dem am Wochenende spielfreien Spitzenreiter Bregenz der Sieg im Grunddurchgang und das damit verbundene Maximum von sieben Bonuspunkten für das Meister-Playoff nicht mehr zu nehmen ist, haben mit Krems, Hard und den Aon Fivers noch drei Klubs die Chance auf Platz zwei und damit sechs garantierte Zähler. Die beiden Tiroler Teams, Aufsteiger Schwaz und Innsbruck, kämpfen indes in den zwei abschließenden Runden noch um Rang acht. Ein Heimsieg über die Linzer würde Schwaz für den letzten Playoff-Platz bereits genügen.
Unterdessen herrscht vor dem Duell der beiden Wiener Traditionsvereine in einem Punkt in beiden Lagern Einigkeit: Es gibt keinen Favoriten, Derbys haben eigene Gesetze. Dabei kann der Tabellenvierte aus Margareten, der unbedingt einen Sieg braucht, um im Rennen um die ersten drei Plätze zu bleiben, erstmals seit fast einem Jahr wieder auf seinen Aufbau-Spieler Martin Abadir zurück greifen. Der ÖHB-Teamspieler hatte zuletzt zwei Kreuzbandrisse erlitten und brennt auf ein Comeback gegen den Lokalrivalen: "Über mein Knie denke ich kaum noch nach, die Bänder halten", hoffte der groß gewachsene Linkshänder, bald wieder ganz der Alte zu sein.
Das für Samstag angesetzte Spitzenspiel Krems - Hard (Zweiter gegen Dritter) musste wegen der Weltmeisterschaft in Tunesien auf kommenden Mittwoch (19 Uhr) verschoben werden. Die beiden Kremser Legionäre Roman Faras und Martin Hrib haben mit dem tschechischen Team die WM-Hauptrunde erreicht und sind dort zumindest bis Samstag im Einsatz.
(apa/red)
