Dienstag, 1. Februar 2005

Bewerbungsfrist für EURO '12 abgelaufen: Insgesamt acht Länder haben genannt

  • Auch Aserbaidschan und Ukraine wollen den Bewerb
  • Sechs Einzel- & zwei Zweier-Bewerbungen eingereicht

Für die Ausrichtung der Fußball-EM-Endrunde 2012 hat der Europa-Verband (UEFA) in Nyon von acht Kandidaten zeitgerecht bis 31. Jänner 2005 eine Nennung erhalten. Es handelt sich dabei um sechs Einzel- (Aserbaidschan, Griechenland, Italien, Rumänien und Türkei) und zwei Zweier-Bewerbungen (Polen/Ukraine und Kroatien/Ungarn). Die nächste Euro 2008 findet in Österreich und der Schweiz statt.

"Wir sind über ein so großes Interesse erfreut, wir wünschen allen Bewerbern für ihre Arbeit in den nächsten Monaten alles Gute", kommentierte UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olsson das Echo unter den Mitgliedsverbänden. Die Anwärter müssen bis 21. Juli 2005 ihre Dossiers abgeben, im November wählt die UEFA-Exekutive drei Kandidaten für endgültige EM-Vergabe (Dezember 2006) aus.

Last-Minute-Bewerbung
Polen und die Ukraine haben gerade noch rechtzeitig vor Nennschluss die gemeinsame Bewerbung um die Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2012 abgegeben. Der WM-Qualifikationsgegner des ÖFB-Teams nannte im Rahmen der Präsentation in Warschau Österreich quasi als Vorbild, von dem man viel lernen möchte. "Die Österreicher könnten unser Nachhilfelehrer punkto erfolgreicher Bewerbung werden", erklärte Verbands-Chef Michal Listkiewicz.

Österreich als Vorbild genannt
Die Verbandspräsidenten von Polen und der Ukraine hatten in einer Video-Konferenz nahezu in letzter Minute die notwendigen Dokumente zur Teilnahme am Ausscheidungsverfahren unterzeichnet. Die UEFA wird erstmals ein ähnliches Verfahren zur Festlegung des Ausrichters wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) anwenden. Bis zum 21. Juli müssen die Kandidaten alle notwendigen Unterlagen einschließlich der Regierungsgarantien abgeben, ehe am 10. November 2005 die UEFA drei Bewerber in die engere Wahl nimmt.

Am 10. November kommen drei Bewerber in engere Wahl
"Wir sind nicht Favorit, aber auch nicht Außenseiter", erklärte PZPN-Präsident Listkiewicz, der Italien in der Pole-Position sieht. Für die Kandidatur Polens und der Ukraine sprechen zwei Fakten. Einerseits, dass die Ukraine derzeit "politisch in Mode ist", und andererseits, dass seit den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau kein sportliches Großereignis in diesem Teil Europas stattgefunden hat.
(apa/red)

1.2.2005 14:30