Tragödie in spanischer Jugendherberge: Die 18 Todesopfer werden jetzt obduziert
- Defekte Heizung soll der Auslöser gewesen sein
- 30 Psychologen und Seelsorger betreuen Angehörige
Nach dem Tod von 18 Menschen durch eine Gasvergiftung in Spanien haben Gerichtsmediziner am Montag mit der Autopsie der Leichen begonnen, um die genaue Todesursache festzustellen. Vermutlich war das aus einem defekten Heizkörper ausgetretene Kohlenmonoxid oder ausgeströmtes Butangas für das Unglück verantwortlich, teilten die Behörden mit. Die Opfer im Alter zwischen 17 und 50 Jahren waren am Sonntag in einer Herberge nahe Castellon im Osten Spaniens entdeckt worden. Die elf Frauen und sieben Männer starben im Schlaf.
Die Gruppe hatte das Landhaus in der kleinen Ortschaft Todolella für eine Geburtstagsparty gemietet. Nur der Gastgeber und seine Freundin überlebten. Sie hatten in einem anderen Raum übernachtet.
Ein Team von 30 Psychologen und Seelsorgern betreut die 150 Angehörigen der Opfer. Für den Abend war eine Trauerfeier geplant, zu der auch Vizeregierungschefin Maria Teresa Fernandez de la Vega erwartet wurde. König Juan Carlos und Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero sprachen den Familien ihr Beileid aus.
Der Präsident der Regionalregierung von Valencia, Francisco Camps, rief für Montag einen Tag der Trauer aus. Er sprach von einer "Tragödie", die nicht nur die Region, sondern ganz Spanien nicht vergessen werde. (apa)
