Trotz neuer Annäherung: Israel will weiter keine palästinensischer Mörder freilassen
- Häftlinge mit "Blut an den Händen" nicht begnadigt
·900 Palästinenser werden freigelassen
Israel: Minister wollen auch
Armee in Jericho abziehen
·Treffen von Sharon und Abbas fixiert!
Dreier-Gipfel mit Mubarak am Dienstag in Ägypten
·"Shoah ist Teil der deutschen Identität"
Köhlers Rede vor der israelischen Knesset
Ungeachtet der Annäherung zwischen Israel und der neuen Palästinenserführung will die israelische Regierung weiterhin keine palästinensischen Häftlinge freilassen, die Israelis getötet haben. Dies betonten Minister am Sonntag auf der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. Auch Staatspräsident Katzav bekräftigte, er werde keine Palästinenser mit "Blut an den Händen" begnadigen.
Repräsentanten beider Seiten hatten sich am Samstagabend auf die Bildung eines Komitees zur Freilassung palästinensischer Häftlinge verständigt. Der israelische Verteidigungsminister Mofaz wiederholte allerdings am Sonntag die Ankündigung, Israel werde zunächst 900 Gefangene freilassen.
Die Palästinenser hatten ein entsprechendes Angebot zuvor als enttäuschend bezeichnet. Palästinenserpräsident Abbas verlangt die Freilassung von 8.000 Gefangenen, darunter auch solcher, die schon seit langem in Gefängnissen sitzen.
Der ägyptische Präsident Mubarak will am Dienstag im ägyptischen Badeort Sharm el Sheikh Sharon und Abbas empfangen. Zuvor ist noch am Sonntagabend ein Gespräch zwischen Sharon und US-Außenministerin Rice geplant. Am Montag reist die Ministerin zu Gesprächen in die Palästinensergebiete. (apa)
