Nachspiel zum US-Folterskandal: Donald Rumsfeld bot Bush zweimal den Rücktritt an
- Verteidigungsminister wollte wegen Abu Ghraib gehen
- Präsident lehnte die Gesuche beide Male ab
·"Derzeit kein Angriff
auf den Iran geplant"
US-Außenministerin Rice versucht zu beruhigen
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat nach eigenen Worten zwei Mal während des Misshandlungsskandals von Abu Ghraib seinen Rücktritt angeboten. US-Präsident George W. Bush habe ihn aber gebeten weiterzumachen, sagte Rumsfeld am Donnerstag dem US-Nachrichtensender CNN.
Rumsfeld hatte im April vergangenen Jahres die politische Verantwortung für den Folter- und Misshandlungsskandal im US-Militärgefängnis von Abu Ghraib bei Bagdad übernommen. Der Verteidigungsminister sagte damals während einer Senatsanhörung, dass er zu einem Rücktritt bereit sei, wenn er nicht mehr effektiv arbeiten könne. Unmittelbar danach hatte Bush Rumsfeld bescheinigt, einen "superben" Job zu machen. (apa)
