Geliebte krankenhausreif geschlagen: Gaddafi-Sohn Hannibal randaliert in Paris!
- Französische Regierung legt in Libyen Beschwerde ein
Nachdem der libysche Präsidentensohn Hannibal Gaddafi in Paris mehrfach als Randalierer aufgefallen ist, hat das französische Außenministerium in Tripolis Beschwerde eingelegt. Die französische Regierung habe ihre "Unzufriedenheit" über die "wiederholten Zwischenfälle" zum Ausdruck gebracht, teilte das Außenministerium am Donnerstag mit.
Hannibal Gaddafi, ein Sohn des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi, hatte in der Nacht zum Mittwoch nach Zeugenangaben eine Geliebte krankenhausreif geschlagen und in einem Pariser Luxushotel mit einer Neun-Millimeter-Pistole herumgefuchtelt. Vor einigen Wochen war er mit weit überhöhter Geschwindigkeit über die Champs-Elysees gerast und hatte mehrere rote Ampeln überfahren.
Die Geliebte erstattete gegen den Präsidentensohn Anzeige, nachdem sie sich im Krankenhaus von Neuilly im Pariser Westen behandeln lassen hatte. Mitarbeiter der libyschen Botschaft schritten ein, als er mit der offenbar nicht angemeldeten Pistole in dem Hotel auftauchte. Nach Auskunft des französischen Außenministeriums genießt Hannibal Gaddafi keine diplomatische Immunität. Nach seiner Vernehmung durch die Polizei reiste er am Mittwoch nach Dänemark aus. Eine Polizeigewerkschaft kritisierte, dem Präsidentensohn sei eine Sonderbehandlung zugestanden worden. "Jeder gewöhnliche Bürger wäre bereits hinter Gittern." (apa)
