Donnerstag, 3. Februar 2005

Wetter spielt total verrückt: Schneechaos auch in Deutschland und Griechenland!

  • Lastwagen blockierten Autobahn München-Salzburg
  • 2 Kältetote in Griechenland - Schulen geschlossen

Die seit Jahren heftigsten Schneefälle und starke Verwehungen haben auch in den bayerischen Alpen ein Verkehrs-Chaos ausgelöst. Auf der Autobahn München-Salzburg (A8) kam der Verkehr am Mittwochabend im Chiemgau komplett zum Erliegen. Lastwagen blieben an spiegelglatten Steigungen hängen oder stellten sich quer und blockierten die Fahrbahnen bis Donnerstagvormittag. Streckenweise war die A8 in beiden Richtungen voll gesperrt.

Nach Lawinenabgängen wurden mehrere Grenzübergänge nach Österreich gesperrt. Die Bahn stellte den Verkehr auf Nebenstrecken ein. Die Lage auf dem Flughafen München normalisierte sich hingegen. Am Mittwoch waren dort fast 200 Flüge ausgefallen. In weiten Teilen Südbayerns blieben am Donnerstag die Schulen geschlossen. In Lenggries bei Bad Tölz erfror eine alte Frau.

Auf der A8 gab es auch für Räumfahrzeuge teilweise kein Durchkommen. Nur mit schwerem Gerät ging es voran. Allradgetriebene und mit Schneeketten sowie Seilwinden ausgerüstete Lastwagen des Technischen Hilfswerks (THW) zogen die hängen gebliebenen Lkw die Steigungen hinauf. Doch dauerte die Bergung bis in den Donnerstagvormittag. Nach einer vorläufigen Bilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern ereigneten sich seit Mittwochabend etwa 200 Unfälle, die meist glimpflich verliefen.

Hunderte Lkw-Fahrer steuerten den nächsten Rast- oder Parkplatz an, um dort die Nacht zu verbringen. Auf einer Strecke von 70 Kilometern waren südlich von München alle Parkplätze überfüllt. Neben den Lastwagen saßen auch tausende Autos fest, die Insassen mussten teils die ganze Nacht in ihren Wagen ausharren. Rotes Kreuz und Malteser Hilfsdienst versorgten Tausende von Verkehrsteilnehmern mit Tee, Semmeln und Decken.

Schneechaos in Griechenland
Starker Schneefall und Temperaturen bis zu minus zehn Grad haben am Donnerstag in Griechenland zwei Menschen das Leben gekostet und den Verkehr in vielen Landesteilen lahm gelegt. Wie das Fernsehen berichtete, wurde im Nordosten der Bahnverkehr eingestellt. Die meisten Landstraßen im Norden des Landes waren nur mit Schneeketten befahrbar. In Athen, wo es in den nördlichen Vororten schneite, schwankten die Temperaturen zwischen einem und sechs Grad Celsius. Zahlreiche Schulen blieben geschlossen. (apa/red)

3.2.2005 15:41