Nächster Schritt im für Frieden in Nahost: Israel plant 900 Palästinenser freizulassen
- Abbas fordert Israel zu einer offiziellen Waffenruhe auf
- PLUS: Treffen zwischen Sharon und Abbas wurde fixiert
·Treffen von Sharon und Abbas fixiert!
Dreier-Gipfel mit Mubarak am Dienstag in Ägypten
·"Shoah ist Teil der deutschen Identität"
Köhlers Rede vor der israelischen Knesset
Das israelische Kabinett hat am Donnerstag die Freilassung von 900 palästinensischen Gefangenen beschlossen. Zudem stimmten die Minister dem Plan zu, die israelischen Streitkräfte bereits in wenigen Tagen aus Jericho im Westjordanland abzuziehen. Palästinenserpräsident Abbas forderte unterdessen Israel auf, offiziell eine Waffenruhe zu erklären.
Die Palästinenser hätten dies bereits getan, nun sei die israelische Seite an der Reihe, sagte Abbas. Wann und auf welche Weise die Palästinenser einen Waffenstillstand ausgerufen haben könnten, machte er jedoch nicht. Am Dienstag trifft Abba mit dem israelischen Premier Sharon im ägyptischen Sharm el Sheikh zusammen.
Er hoffe, dass das Gipfeltreffen mit Sharon auf Einladung von Ägyptens Präsident Mubarak ein Erfolg werde, fügte Abbas hinzu. "Es gibt viele ermutigende Anzeichen. Wir müssen dort hingehen." Es wird das erste Treffen auf dieser Rangebene seit vier Jahren sein.
Das israelisch-palästinensische Gipfeltreffen könnte nach Auffassung beider Seiten zu einem formellen Waffenstillstand führen. Er hoffe auf eine gemeinsame Erklärung zur Beendigung der Gewalt, erklärte der israelische Vize-Regierungschef Peres. Der palästinensische Kabinettsminister Erakat äußerte die Erwartung, dass die Palästinenser ihre Übergriffe auf Israelis einstellten und dass Israel im Gegenzug auf militärische Gewalt verzichten werde. (apa)
