Nach erfundener Bombendrohung: Junge Frau in den USA zu 1 Jahr Haft verurteilt
- 19-Jährige wollte Flug nach London nicht verpassen
- Bekannter zögerte Abflug durch Fehlalarm hinaus
Wegen einer erfundenen Bombendrohung gegen den Flughafen von Philadelphia ist eine 19-Jährige am Mittwoch zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Die junge Frau hatte im Frühjahr vergangenen Jahres einen Freund dazu angestiftet, mit einem anonymen Anruf einen Fehlalarm auszulösen, weil sie ihren Flug nach London nicht verpassen wollte. Ihr 33-jähriger Bekannter war im vergangenen Monat bereits zu 18 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Beide zusammen müssen außerdem der Fluggesellschaft American Airlines 9.075 Dollar (6.950 Euro) Entschädigung zahlen sowie insgesamt 1.700 Dollar an die Passagiere eines Flugzeugs, das wegen der Bombendrohung erst verspätet starten konnte.
Die junge Frau hatte vor Antritt ihrer Reise, die sie von Philadelphia über Boston nach London führen sollte, festgestellt, dass sie ihre Papiere verlegt hatte. Weil sie sie nicht mehr rechtzeitig zum Start holen konnte, rief ihr in England wartender Freund ein Hotel am Flughafen an und brachte den Fehlalarm in Umlauf: Sowohl die American-Airlines-Maschine in Philadelphia als auch die für den Anschlussflug ab Boston bestimmte hätten eine Bombe an Bord. Beide Flugzeuge mussten durchsucht werden und starteten mit Verspätung, die Angeklagte schaffte es allerdings trotzdem nicht an Bord. Sie und ihr Komplize wurden im Juni festgenommen, als sie die unbenutzten Tickets zurückzugeben versuchten.
