Mittwoch, 2. Februar 2005

Mindestens drei Tote bei Zugkollision in lettischer Hauptstadt Riga

  • Weitere 10 bis 20 Menschen wurden verletzt
  • Einer der Züge überfuhr vermutlich rotes Signal

Bei der Kollision zweier Züge in der lettischen Hauptstadt Riga am Mittwochvormittag sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Rigaer Katastrophenschutzes wurden bei dem Unglück zwischen zehn und 20 weitere Personen verletzt. Eine Verletzter war laut lettischer Nachrichtenagentur LETA am Nachmittag noch in kritischem Zustand.

Das Unglück ereignete sich um etwa 10.40 Uhr Ortszeit (9.40 MEZ), als ein leerer, aus dem Rigaer Hauptbahnhof ausfahrender Zug mit einem aus der Provinzstadt Lielvarde kommenden Personenzug zusammenstieß. Zu der Kollision kam es laut ersten Berichten, weil einer der beiden Lokführer vermutlich ein rotes Stopp-Signal überfuhr. Eine polizeiliche Voruntersuchung wurde eingeleitet.

Laut Innenminister Eriks Jekabsons hatten die beiden Züge im Augenblick des Aufpralls vergleichsweise geringe Geschwindigkeiten von 20 beziehungsweise 30 Stundenkilometern. Bei dem leeren Zug handelte es sich um einen davor aus Moskau angekommenen Personenzug, der rückwärts ins Depot geschoben werden sollte, hieß es. Der Zugverkehr am Rigaer Hauptbahnhof wurde nach dem Unglück gesperrt und sollte am Abend wieder aufgenommen werden.
(apa)

2.2.2005 14:18