Terror in Georgien: Mehrere Tote bei Bombenanschlag auf Polizeistation!
- Behörden sprechen von Terroranschlag
- Krisensitzung des nationalen Sicherheitsrates
Bei einer Bombenexplosion vor einem Polizeigebäude sind in der Kaukasusrepublik Georgien drei Menschen getötet worden. Unbekannte hätten am Dienstag in der Stadt Gori, 80 Kilometer westlich von Tiflis, einen Sprengsatz in einem geparkten Auto gezündet, teilte die Polizei mit. Die Regierung sprach von einem Terroranschlag. In ersten Berichten war noch von fünf Toten die Rede gewesen. Präsident Michail Saakaschwili rief in der Hauptstadt den nationalen Sicherheitsrat zu einer Krisensitzung zusammen.
Über mögliche Hintergründe der Bluttat in Gori, dem Geburtsort des Sowjetdiktators Stalin, gab es zunächst nur Spekulationen. Abgeordnete vermuteten, hinter der Tat stünden Kräfte, die einen Autonomiestatus der Region Südossetien im georgischen Staatsverband ablehnten. Gori liegt in der Nähe Südossetiens. "Diesen gut organisierten Terrorakt haben jene Menschen ausgeführt, die keinen Frieden und keine Ordnung in Georgien wollen", sagte Verteidigungsminister Irakli Okruaschwili am Tatort. Insgesamt 13 Menschen wurden mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.
Nach aktualisierten Angaben starben drei Polizisten bei dem Anschlag. Erste Berichte, wonach auch zwei Passanten bei der Explosion ums Leben kamen, wurden später korrigiert. Durch die Wucht der Detonation wurde das Polizeigebäude stark beschädigt. (apa/red)
