Koalitionsstreit hält an: Haubner kritisiert im "profil"-Interview Kanzler Schüssel!
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In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" übt die Parteiobfrau der FPÖ, Ursula Haubner, heftige Kritik an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel in Zusammenhang mit der Debatte um eine Kürzung des Wehrdienstes im kommenden Jahr. Die Verkürzung per Weisung sei "eine inakzeptable Vorgangsweise" gewesen, so Haubner. Das Koalitionsklima sei dadurch nicht positiv beeinflusst worden. Haubner: "Der Bereich ist mir zu sensibel, um Wahlzuckerln zu verteilen."
Gegenüber "profil" nimmt Haubner auch erstmals zur Kritik am freiheitlichen EU-Mandatar Andreas Mölzer Stellung, der vor zwei Wochen die Resolution gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit im EU-Parlament nicht mittrug. Haubner: "In dieser sensiblen Frage geht es darum, dass wir alle wollen, dass das, was zwischen 1938 und 1945 passiert ist, nicht mehr passiert. Jeder einzelne von uns hat dafür die Verantwortung. Mölzer hat das in diesem Sinn gemeint."
Eine Aufarbeitung der eigenen Parteigeschichte nach dem Vorbild der SPÖ hält Haubner für unnötig: "Wir haben unsere Geschichte seit 1945 alle zehn Jahre dokumentiert und gut aufgearbeitet. Wir werden das auch Anfang nächsten Jahres, anlässlich 50 Jahre FPÖ, vorlegen. Es gibt keine braunen Flecken in der Führung der FPÖ."
Dass mit Anton Reinthaller und Friedrich Peter ein Nazi-Minister beziehungsweise ein Angehöriger der Waffen-SS an der Spitze der FPÖ standen, seien "Dinge, die wir nie verborgen haben". Das Wichtigste sei, so Haubner, "dass man aus einer schrecklichen Vergangenheit die richtigen Schlüsse zieht und zum Mitglied eines demokratischen Systems wird".
Die gesamte Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von "profil"!
