Oberösterreich: Dreijähriger Bub stirbt qualvoll bei Brand im Kinderzimmer
- Mutter kam zu spät, Ursache für Feuer noch ungeklärt
- Fünf Feuerwehren bekämpften Brand im Innviertel
Ein Dreijähriger aus Schwand im Innkreis im Bezirk Braunau am Inn in Oberösterreich ist bei einem Brand in seinem Kinderzimmer ums Leben gekommen. Seine Mutter, die ihm helfen wollte, kam zu spät. Das gab die Sicherheitsdirektion für Oberösterreich in einer Presseaussendung am Freitag bekannt.
Das Unglück ereignete sich bereits Donnerstagnachmittag: Im Kinderzimmer im ersten Stock brach aus ungeklärter Ursache ein Brand aus. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Dreijährige allein in seinem Zimmer. Die Mutter und seine neunjährige Schwester waren im Wohnzimmer. Die Frau bemerkte den Brandgeruch und hielt in den anderen Wohnräumen Nachschau. Als sie die Türe ins Kinderzimmer öffnete, schlugen ihr bereits die Flammen entgegen. Das Zimmer war völlig verraucht, sie konnte es nicht mehr betreten.
Die Frau rettete sich mit ihrer Tochter aus dem Haus. Auch der Vater, der sich im Erdgeschoß aufhielt, musste die Flucht antreten.
Fünf Feuerwehren bekämpften Brand
Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr fand den Dreijährigen tot am Boden des Kinderzimmers liegend. An der Brandbekämpfung waren fünf Feuerwehren beteiligt. Weiters waren mehrere Helfer des Rotes Kreuzes, darunter Mitarbeiter des Katastrophen-Interventionsteams zur seelischen Betreuung von Unglücksopfern, sowie ein Notarzt im Einsatz. Insgesamt sieben Personen - Angehörige und Helfer - mussten zur Untersuchung beziehungsweise Beobachtung ins Krankenhaus Braunau eingeliefert werden.
Sachverständige und die zuständigen Beamte der Kriminalabteilung arbeiteten am Freitag an der Ermittlung der Brandursache. Sie teilten mit, dass ein Ergebnis nicht so schnell vorliegen dürfte. Wegen der erheblichen Gebäudeschäden sei nämlich ein schichtweises Abtragen notwendig.
(apa)
