Heeres-Skandal noch nicht zu Ende: NEWS veröffentlicht neues Horror-Video
- Blutige Gewalt-Exzesse an Grundwehrdienern in Wels
- Video während "Crowd Riot Control"-Übung gedreht
Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe ein neues Horror-Video zum Bundesheer-Skandal. Das Video wurde während einer vorbereitenden "Crowd Riot Control"-Übung mit Kadersoldaten und Grundwehrdienern in der Welser Kaserne aufgenommen und strotzt vor blutigen Gewaltszenen.
Die gefilmte Übung diente zur Vorbereitung zu der in Polen abgehaltenen PfP-Übung "Strong Resolve 02". Mit Schlagstöcken und Schutzanzügen ausgerüstete Kadersoldaten sollten dabei "sicherheitspolizeiliche Maßnahmen" üben. Zu diesem Zweck wurden Grundwehrdiener als so genannte "Roleplayer" eingeteilt und mussten Demonstranten darstellen. Ihr Befehl lautete, unter Anwendung "von verschiedenen Stufen von Gewalt" die Reihen der Kadersoldaten zu durchbrechen, während die Kader dies verhindern mussten.
Grundwehrdiener blutig geschlagen
Die Grundwehrdiener, die keinerlei Schutzkleidung trugen, wurden von ihren Vorgesetzten zu diesem Zweck mit Holzlatten, massiven Paletten und prall gefüllten Wasserflaschen als "Bewaffnung" ausgestattet. Auf dem 51 Minuten dauernden Video ist zu sehen, wie die Situation eskaliert und Grundwehrdiener von Kadersoldaten blutig geschlagen werden. Platzwunden, Schulter-, Waden- und Fingerprellungen sind das Resultat.
Klar wird auch, dass es sich bei dieser Übung um keinen Einzelfall gehandelt hat. Bei ähnlichen Übungen in Oberösterreich wurden ausgeschlagene Zähne, Platzwunden, Abschürfungen und Prellungen dokumentiert.
NEWS veröffentlicht zudem eine Liste über sämtliche straf- und disziplinarrechtlichen Erhebungen im Zusammenhang mit dem Heeres-Skandal. Betroffen sind mittlerweile sieben Kasernen, 14 Personen wurden von der Exekutive bei der Justiz angezeigt, bisher 14 Disziplinaranzeigen erlassen (13 in Oberösterreich, 1 in Kärnten). Weitere 14 Disziplinaranzeigen sind in Vorbereitung, diese Zahl könnte aber noch deutlich steigen. Zudem wurde auch die Schweizer Justiz eingeschaltet, da in eine neue Causa auch Schweizer Soldaten involviert sind.
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