Spur der Verwüstung durch Leoben: Burschen auf Spritztour mit Radlader
- Laternen geknickt, Dach ramponiert: 35.000 Schaden
- Begründung des Duos: "Wollten einmal Bagger fahren"
Eine Spur der Verwüstung haben zwei Jugendliche, 16 und 17 Jahre alt, mit einem Zwölf-Tonnen-Radlader durch das nächtliche Leoben gezogen. Sie überfuhren Straßenlaternen und Zäune, beschädigten ein Gebäude und verursachten einen beträchtlichen "Flurschaden". Nach längerer Ermittlungsarbeit konnte die Polizei nun die Täter ausforschen. Sie sind geständig. Ihre Rechtfertigung: "Wir wollten einmal Bagger fahren".
Die beiden Burschen hatten im November 2004 auf dem Gelände einer Schottergrube verschiedene Baumaschinen und Container aufgebrochen und u.a. diverse Schlüssel gestohlen. Im Dezember suchten sie das Baustellengelände abermals auf und nahmen einen zwölf Tonnen schweren Radlader in Betrieb. Mit diesem Gerät fuhren die Burschen dann im Stadtteil Leoben-Lerchenfeld umher und zogen eine Spur der Verwüstung, wie es von der Polizei heißt: Mit dem Handling eines derartigen Vehikels nicht vertraut, rammten bzw. überfuhren Straßenlaternen, Zäune, Leitschienen und andere Gegenstände, die ihnen als Hindernis im Weg waren. Auch das Stadion Lerchenfeld bekam was ab: Infolge der unkontrollierten Fahrmanöver touchierten sie das Gebäude, wodurch Teile der Dachkonstruktion erheblich beschädigt wurden.
Der vorläufige Gesamtschaden wird von der Polizei mit rund 35.000 Euro angegeben. Die Jugendlichen wurden bei der Staatsanwaltschaft Leoben angezeigt. (apa/red)
